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Jerusalem, ein Wintermärchen

In den vergangenen Tagen zogen wir morgens unsere Taucheranzüge an. Denn es regnete. Und stürmte. Viel. Richtig viel. So viel, dass man nur dann die Nase nach draußen hielt, wenn es gar nicht anders ging - zum Beispiel um zu den Stundengebeten zu gelangen. Und selbst der Weg vom Hausausgang bis zum Tunneleingang (etwa 3,50 m Strecke) reichte aus, um durchweicht zu werden. Unser Zitronenbaum, Treffpunkt etlicher Studienjahre und beliebtes erstes-Gruppenfoto-Motiv, musste dran glauben, ihn riss der Sturm einfach um. Außerdem stand der Tunnel stets unter Wasser. Genau wie die Kirche. Hätten wir ein knallrotes Gummiboot zur Verfügung gehabt, es wäre sicherlich zum Einsatz gekommen. verschneites Studienjahrsschild

Gestern Abend dann der Wetterumschwung: Der Sturm ließ nach und aus dem Regen wurde eine Graupelschauer. Später kam der Schnee. Zumindest konnte man so tun, als ob der weiße Flaum, der langsam vom Himmel viel, in einem näheren Verwandtschaftsverhältnis mit dem deutschen Schnee stehe. Heute morgen schaute ich aus meinem Fenster und traute meinen Augen wirklich nicht: Eine weiße Schneedecke zog sich von meinem Balkon aus bis an das Ende vom Horizont. Die Mauer war eingeschneit. Alles war weiß und friedlich, viel ruhiger als es selbst am Schabbat der Fall ist. weiße Decke auf der Kuppel des Felsendoms

Was kann man da viele Worte drüber verlieren? Es sieht traumhaft schön aus. Ich habe mich noch vor Vorlesungsbeginn auf einen Spaziergang durch die Stadt aufgemacht und die Stille der Stadt genossen. Die Menschen sind plötzlich so freundlich geworden! Jeder grüßt, lächelt, winkt, wirft mit Schneebällen - von diesem Kinderspiel sind selbst altehrwürdige orthodoxe Juden nicht ausgenommen, die plötzlich wieder zu kleinen Jungs werden und ausgelassen in der weißen Pracht herumtoben. Zu verübeln ist es ihnen nicht. So viel Schnee wie heute hat Jerusalem seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Jerusalem liegt unter einer dicken Schneeschicht Auch wir Studienjährler griffen vor dem Ernst des Tages noch schnell zum Schneeball... Kann man es uns verübeln?

Nachteile gibt es natürlich auch. Das Dormitio-Personal konnte größtenteils nicht herkommen, das Land kann mit dem Schnee einfach nicht umgehen. Vermutlich gibt es für ganz Jerusalem 1,5 Schneeräumer. Und 3,7 Schneeschippen. Überall liegen umgefallene Bäume und abgeknickte Äste. Auch unser Garten gleicht in manchen Ecken eher einem Kriegsschauplatz als der Wintermärchenlandschaft. Schneeballschlacht vor Vorlesungsbeginn Doch auf "unsere" Mönche ist Verlass: Schon früh morgens tauchten sie zu einer Garteninspektion bei uns auf (denn ein Baum war umgekippt, hatte eine Stromleitung mit sich heruntergezogen und den Gartenausgang versperrt), da die Küche nicht besetzt war stellte sich kurzfristig Pater Jonas an den Herd und Pater Matthias nahm sich des Speisesaals an - allerdings erst, nachdem er einen Schneemann gebaut hat. Es wird sich so lieb um uns gekümmert, dass wir wirklich keinen Grund zur Beschwerde haben und uns eher fragen, womit wir so eine liebe Umsorgung wohl verdient haben. Ich wickelte mich also in eine Wolldecke, setzte mich in den Vorlesungsraum und lauschte den Ausführungen zur Koranexegese. Und draußen fallen die Flocken, leicht wie Flaum... monastische Garteninspektion

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Und es geht schon wieder los

Ferien können richtig anstrengend sein. Schön, aber anstrengend. So ähnlich klang das Fazit der allermeisten gestern beim Abendessen – unserem letzten Ferienessen, ehe heute Morgen die Vorlesungen wieder begonnen haben.
Warum anstrengend? Das Beit Joseph hatte zwischen den Jahren Zuwachs bekommen: Geschwister, Eltern und Freunde waren da und viele von uns wurden zu Tourguides, die mit den Erkenntnissen der vergangenen Monate das Programm für wenige Tage füllten. So konnten wir präsentieren, was wir bei Küchler und Co. über Mauern, Geschichte und Steine gelernt hatten – und natürlich auch, wo es die besten Schokocroissants, das erschwinglichste Goldstar-Bier und die T-Shirts mit den lustigsten Aufdrucken gibt. Manch einer war also rund um die Uhr unterwegs – inklusive Kurztrips quer durchs Land oder sogar bis nach Jordanien.

Und dann gab es ja schon wieder ein Fest zu feiern. Am Silvesterabend hat unser Studienraum einmal mehr seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt und wurde zum Ballsaal umfunktioniert. An dem Abend war es schwer zu glauben, dass wir in denselben vier Wänden noch vor wenigen Tagen über antikes Judentum diskutiert hatten.
Buffet am Silvesterabend Nun also Silvesterball. Auch mit vielen Gästen, mit Buffet und Musik, dank einem Tanzkurs von Andi auch mit Walzer, Chacha und Co - passenderweise hatten wir unter den Gästen auch einen DJ. Gegen 0 Uhr ertönte zwar etwas Feuerwerk in der Stadt, aber so richtig schert sich Jerusalem nicht um Silvester. Mitternacht begingen wir mit tönendem „Te Deum“ in der Dormitio (mit Glockengeläut natürlich!) und anschließendem Sektempfang vor der Kirche, bevor es zurück ins Beit Joseph zum Weiterfeiern ging.
Sektempfang vor der Kirche Und seit heute wird dort, wo es an Silvester nach Wein roch und Walzertakte erklangen, wieder weiter gelernt. Die christlich-islamischen Werkwochen haben begonnen, das heißt für uns: Wir studieren und leben jetzt drei Wochen lang zusammen mit Studenten und Promovenden der Islamischen Theologie. Ab jetzt also auch große Ökumene im Studienjahr!
Es herrscht wieder Alltag im Studiensaal. Heute haben wir mit einer Einführung in die komparative Theologie begonnen, morgen folgt Kant. Und auch die so vertrauten grünen Stundenplanzettel hängen endlich wieder an unserer Beit-Joseph-Pinnwand. Ein Höhepunkt in dieser Woche: Für Mittwoch und Donnerstag steht eine Exkursion in den Negev auf dem Programm.

Die nächsten Wochen werden also wahrscheinlich ganz ähnlich wie immer. Schön, aber anstrengend.

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Zum neuen Jahr!

Am Ende dieses Jahres 2012 blicken wir dankbar zurück. Einer der Höhepunkte war die Einweihung und das Beziehen des neuen Klosters.
Es gibt sicher in Ihrem Zurückblicken Ereignisse, die besonders waren. Auch die wenig schöneren, die man wohl auch nicht übersehen darf. Trotzdem steht über allem am Ende die Dankbarkeit!

Im Garten von Tabgha. Dank den Mitmenschen, die uns mit- und durchgetragen haben das ganze Jahr und vor allem unserem Herrgott für seinen Segen und seine Liebe. So darf jeder auf seine Weise seinen Dank vor Gott bringen. Für das Gute und Schöne, aber auch für das Schwere und weniger Schöne, dass es tragbar war.

Für das neue Jahr wünschen wir uns und für Sie: Gottvertrauen, Seine Nähe und Liebe und Seinen Segen. An Gottes Segen ist alles gelegen. Herr, dir sei Anfang und Ende, sei alles gelegt.

Ihnen, liebe Leser, ein gutes und gesegnetes Neues Jahr 2013!

Über Franziskus Alle Blogbeiträge von Franziskus


Weihnachten in Tabgha

Pünktlich zu Weihnachten ist hier am See Genezareth das Internet zusammengebrochen, deshalb kommen jetzt verspätete Weihnachtsgrüße.
Das Ganze hat aber auch den Vorteil, dass jetzt viel von unseren Weihnachtsfeiern berichten kann.
Am Heilig Abend gab es nachmittags einen Weihnachtskaffee im neuen Kloster. Wir weihten den Speisesaal mit amerikanischem, arabischem und deutschem Gebäck ein, sagen jede Menge Weihnachtslieder und hatten eine kleine "Bescherung." Das Abendessen war ebenfalls wunderschön. Wir Volontäre kochten Rotkraut, Braten und Knödel - davon waren nicht nur wir selbst begeistert...
Um 23.30 Uhr feierten wir dann die Christmette und auch hier sangen wir im Anschluss spontan noch einige Weihnachtslieder. Es ist schön zu sehen, wie viel Gemeinschaft durch singen entsteht. Weihnachten im neuen Kloster

Der 1.Weihnachtsfeiertag begann mit dem Weihnachtsgottesdienst, der auf Englisch gehalten wurde. Seit einigen Jahren kommen über Weihnachten immer Seminaristen aus den USA zu uns. Sie gestalteten den Gottesdienst und das gemeinsame Abendessen am selben Tag im Pilgerhaus. Natürlich: wir aßen und sangen gemeinsam!

Am 2.Weihanchtsfeiertag gibt es traditionell einen gemeinsamen Ausflug. Also fuhren alle Mönche mit uns Volontären nach Rosh Hanikra. Rosh Hanikra liegt an der Grenze zum Libanon und ist bekannt für seine Höhlen. Die einen sind natürlich, die anderen von Menschen gegraben. Wir besichtigten die Höhlen und hatten danach Picknick am Meer. Es war so warm, dass wir sogar im Meer spazieren gehen konnten. In Rosh Hanikra

Abschließen gab es am 27.12 noch die Weihnachtsfeier der "Sisters," bei der wir alle eingeladen waren. Neben Essen und Singen gab es noch einige Spiele. Alle nahmen daran Teil: am Quiz, am Geschenke-Memorie und beim Weihnachtsmann-Wettrennen, von dem sogar unser Senior P.Hieronymus begeistert war.

Weinachten war für uns alle ein besonderes Fest. Für die Mönche, weil wir das erste Mal im neuen Kloster feierten und für uns Volontäre, weil wir fast alle das erste Mal ohne unsere Familien feierten. Dafür werden wir die wunderbaren Erfahrungen mit unserer "Tabgha-Family" nie vergessen.

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"And so it is Christmas!"

This is now my third Christmas in Dormition (having been here as a guest in 2006) but only my second as a member of the community. Our postulant Benjamin is in a similar situation, having previously experienced Christmas here as a member of our Theological Study Year. But it is a very different thing being right at the heart of the community and taking part in all the preparations within the monastery. It is an exhilarating experience because it is by working and praying together that the community really comes into being.

But it is also a fascinating experience because while on the one hand we are right in the middle of this Oriental culture, living next door to Jews and Muslims, on the other hand we have a real German Christmas with all the trimmings - the trees, the traditional songs and the wonderful German Christmas cooking. So between that and the liturgy it is a fascinating place to be. One doesn't have to be a Germanophile to live here but it certainly helps! I have been one since my first visit to Germany (Aachen and Cologne) in 1994...

Fascinating too is Tabgha, where the brethren are now living in our splendid new monastery and talking about how they can develop the monastic culture of the place in new (and ancient) directions. Last week we had an all-day community meeting there with all of us who are currently in the Holy Land. We also celebrated Prior Elias' 50th birthday. It rained as hard as a winter's day in Ireland - but the difference is that here it stops!

A very strong feature of our Christmas celebrations is the walk to Bethlehem after Midnight Mass, bearing the scroll of our charitable Weihnachtsaktion, which we place in the grotto of the Nativity, before singing Lauds.

Midnight Mass at Dormition Church Our traditional Midnight Mass, with our volunteers students and many friends, attracts many Israeli visitors, drawn by the beauty of the liturgy and particularly its German ethos. That of course means that a large part of our congregation is actually Jewish. Naturally we we ask them to observe the Church's rules about not receiving Holy Communion and they are very respectful of that. They are welcome visitors. Last year, they observed the liturgy with great reverence. They cannot confess with us that Jesus is the Son of God and Messiah but we do well to remember the words of Karl Barth: "The Word was not just made flesh - it was made Jewish flesh." In the birth of the one whom we call "the Christ", we celebrate the incarnation of God in a real, living context, that of his Jewish people, the people of the first and unbreakable covenant with God, the people of Mary and Joseph.

As an English pop song for this season enthusiastically declares: "And so it is Christmas!" Or as Pope Leo the Great put it, a bit more more theologically: "The birthday of our Redeemer is the birthday of peace!" It is God's declaration of peace between himself and the world, even if it so often seems that the world is not listening. But here in the monastery we are listening - or at least trying too.

In the peace of Christmas Midnight, we wish you all the blessings of our Savior' coming and we invite you to join us in praying for peace in this land of his birth and throughout the world - "For God so loved the world that he gave his only Son..."

Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus, bonae voluntatis!

Happy Christmas!

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Weihnachten im neuen Kloster

Vor drei Jahren war es noch kaum vorzustellen, als die Krippe in unserer Brotvermehrungskirche da aufgestellt wurde, wo jetzt ein Zugang und eine Türe ins neue Kloster geht: Ein einfacher Holzrahmen deutete den Zugang an.

Weihnachten 2009 in Tabgha: Die Krippe markiert schon den heutigen Klostereingang. Jetzt ist es Wirklichkeit: Wir dürfen nun im Neuem Kloster leben und durch die Türe gehen. Gott und die Welt will in diesen Tagen durch die 1,20 Meter hohe Eingangstüre in die Geburtskirche in Bethlehem gehen.
Gott will nicht nur das. Er will durch die Herzenstüre eines jeden Menschen gehen, die wir in den Adventswochen für ihn geöffnet haben. Jedes Herz möge Krippe sein für den Welten-Erlöser, der darin Platz haben soll und will. Und Jesus bringt auch etwas mit: Seine Liebe und seinen Segen.

Sage, wo ist Betlehem? Wo die Krippe? Wo der Stall? Betlehem ist überall!

So heißt es in einem Gedicht. In den Familien, bei den Kranken in den Krankenhäusern und Zuhause und Einsamen. Einfach bei allen.

Wir wünschen Ihnen liebe Leser, ein ganz frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Wir Brüder aus Tabgha, vom Berg Zion in Jerusalem und in Hildesheim.

Ich bin dieser Tage hier in Jerusalem und komme an Weihnachten in den Ort des Geschehens der Mensch gewordenen Liebe Gottes. So will und darf ich dort ganz persönlich auch an Sie denken: Insbesondere an diejenigen, die sich um den Klosterneubau mühten und die vielen Wohltäter!

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Vorweihnachtliches Tabgha

Am Donnerstag feierten wir den 50. Geburtstag unseres Priors P. Elias. Wegen einer Konventssitzung waren auch alle Brüder und Abt Gregory aus Jerusalem bei uns in Tabgha.
Zum Abschluss gab‘s noch einen Geburtstagskaffe im neuem Refektorium. Abends lud uns das Pilgerhaus zum Essen ein, wo die ganze „Tabgha-Family“ beisammen war: Wir Brüder, die philippinischen Sisters und Volontäre.

Nachmittags fing es kräftigst zu regnen an, und es waren bis Mitternacht schon 44 Liter/m². Selbst durch unser Wadi floss am Freitagmorgen noch Wasser in Richtung See.
Unsere großen Waschmaschinen und der Trockner sind nun auch in der neuen Wäscherei angeschlossen.
P. Zacharias ist heute dabei, mit den Volontären die Kirche auf Weihnachtsglanz zu bringen. In den letzten Tagen haben die Volontäre Plätzchen gebacken und die Räume in Beit Noah und Beit Benedikt mit einem neuem Anstrich versehen.
Ich selbst bin jetzt in der Dormitio, unserem Mutterkloster, und bleibe über die Feiertage hier!

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Wir sagen Euch an den lieben Advent

Bald ist Weihnachten - auch in Israel. Die schönte Zeit im Jahr hat einen bitteren Beigeschmack, bedeutet sie doch für uns, dass Halbzeit ist. Halbzeit des Studienjahrs. Wir schütteln den Kopf und vergessen diese Information schnell wieder. Darüber wollen wir wirklich nicht nachdenken!
Viel wichtiger ist: Bald ist Weihnachten! Darauf bereiten auch wir uns vor. Christina und Pater Jonas verwandeln unsere Küche in eine Weihnachtsbäckerei Zum Beispiel mit Plätzchen backen, Lieder singen, Schokoladennikoläuse und -Osterhasen essen (die werden hier im Land nämlich zeitgleich verkauft), Weihnachtsvorbereitungen und witzige Fotos schießen (besonders beliebtes Motiv: Studienjährler mit Weihnachtsmütze vor Felsendom). Der erste Besuch ist eingetroffen, das Beit Joseph füllt sich langsam mit Freunden und Familien, die mit uns gemeinsam Weihnachten feiern möchten. Am Ende der letzten Vorlesungsstunde platzte Guenther in den Saal: "Die Bäume sind da, hopp, schnell, ich brauche Hilfe!" Da musste die Frage, wer oder was ein Jude in antiken Zeiten war, ruhen. In der Weihnachtsbäckerei

Was darf noch nicht fehlen in der Adventszeit? Richtig, der Adventskalender! Jeden Tag öffnet ein Studienjährler seine Zimmertür und lädt ein auf Tee und Arak (Mischverhältnis etwa 85% -15%, was davon Tee, was davon Arak ist, hängt vom Tasseninhaber ab), Plätzchen, Lieder, gemütliches Beisammensein, eine Geschichte, Geräuschememory oder Gedichtschreiben.
Bei Guido durften wir uns kreativ betätigen mit dem dichten eines Vierzeilers - der letzte Begriff jeder Zeile war vorgegeben. Eine Auswahl dieser Ausgüsse geballter Studienjahrsdichtkunst hier:

Aus aller Welt (von Johannes)
Sensationsfund Lichterkette
vorexilisch inner Miqwe
gefunden mit nem Staubsauger
beim Ausbau der neuen Autobahn Viel Spaß hatten wir beim Geräusch-Memory, das wir bei Andi spielten

Weihnachtsstress (von Lukas)
Anna, die kleine Fette, hänget auf ihre Lichterkette,
die unrein ist - ohje! Jetzt schnell in die Miqwe!
Anna ist rein, das Haus ist sauber. Danke an den Staubsauger.
Jetzt kann sie zufrieden fahr'n, los geht's auf die Autobahn.

Lichterkette (von Marcel)
"Lichterkette! Lichterkette! Lichterkette!"
rief heraus Eial aus just dieser Mikwe.
Nebenan stand der Vater mit dem Staubsauger.
Die Mutter war noch auf der Autobahn.

Surrealismus (von Annika)
Dunkel wars, die Nacht schien helle dank der Lichterkette
die befestigt hing an der siebenstufigen Miqwe
sie entspreche stets den Reinheitsvorschriften, sprach der Staubsauger
der in postmodernen Zeiten mit der Kutsche trabte auf der Autobahn.

De mortibus paganorum (von Felician)
Am Weihnachtsmorgen hing Peter tot an einer Lichterkette.
Zum Sterben wählte Fridolin sich eine Mikwe.
Viele nutzen dazu auch die Autobahn.
Geht es auch mit einem Staubsauger?

Die Blogleserschaft wird merken: Ab und an kann man im Beit Joseph auf komische Ideen kommen. Vermutlich liegt das an der Stadt, die ist ihrerseits ja auch leicht verrückt.
Nun aber wünschen wir Ihnen und Euch noch ruhige letzte Adventstage - denn bald kommt das Christkind zu mir, bald, bald, bald... (Rolf Zuckowski in Ehren!)
Ein neuer Tag bricht an

Über Annika Alle Blogbeiträge von Annika


Es wird genestet

Unser Oratorium ist fertig. Ebenso der Kukullenraum.
Heute haben die Schreiner ihre Arbeiten im Oratorium beendet. Im Eingangsbereich ist nun eine Schall dämmende Wand eingezogen. Auf ihrer Außenseite ist der Schrank für unsere liturgischen Bücher und für die im Gottesdienst zu gebrauchenden Gegenstände.

Am Donnerstag, dem Geburtstag unseres Priors, kommen Mitbrüder aus Jerusalem zur Kapitelsitzung, und ab dann beten wir die Mittagshore im Oratorium. Eine Eucharistische Taube, die das Allerheiligste bergen wird, uns Kardinal Joachim Meisner aus Köln am Tag der Klostereinweihung geschenkt, sie wird derzeit von einem Künstler gefertigt.

Auch der Kukullenraum ist ab jetzt schon in Benutzung. Die Kukulle ist das eigentliche Mönchsgewand, das jeder Mönch bei der Feierlichen Profess bekommt. Auch die Bücher für Laudes (Morgenlob), Vesper (Abendgebet) und Komplet (Nachtgebet) sind dort jederzeit griffbereit.

Überall wird eifrig eingeräumt, in den persönlichen Zimmern und in den Gemeinschafts-Räumen. Also, es wird fest genestet, so dass wir uns in den neuen Räumen uns daheim fühlen können. Wir freuen uns darüber!

Die Schwalben haben den Neubau längst verlassen... Jetzt ziehen die Mönche ein! Die Schwalben haben den Neubau längst verlassen... Jetzt ziehen die Mönche ein!

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Longing for the grace of the long-awaited Redeemer

In every Benedictine Abbey, the week before Christmas is very busy, just as it is in most homes. The monks spend a lot of time getting things ready for the coming feasts. But more importantly it is also a time of intense spiritual preparation for the first great feast of this season, that of Christmas itself.

In the western liturgy, these days from the 17th of December onward, are marked especially by the fact that at solemn vespers every evening we sing the great "O Antiphons". During the chanting of Mary's Magnificat, which the antiphons introduce and conclude, the monastery bells are rung and the altar is solemnly incensed.

Each antiphon (a short piece of medieval liturgical poetry, originally written in Latin but here sung in German) addresses Christ using a distinctive title. They move forward from the opening one, "O Sapientia" ("O Wisdom") to the final one, "O Emmanuel". On the 21st, the winter solstice, we cry to him as "O Oriens" ("O Rising Sun"). Thanks to the haunting Gregorian melody, the long drawn out "O" at the beginning, and the final invocation asking Christ to come and enlighten us, the spirit of Advent finds its most perfect expression. All is longing and yearning, imploring for the grace of the long-awaited Redeemer, who, as one Advent prayer puts it, comes to free us from the age-old bondage of sin.

Sunrise at Tabgha
The darkness of the evening in which we sing is a potent reminder of the spiritual darkness enveloping so many areas of the world today - the darkness of the murdered children in America, of the little girls recently blown up in Afghanistan, of the bitter sectarian hatred which still survives in Belfast, of the continuing insecurity in the Middle-East - and of so much suffering, the lot of so many on our planet. In this last week before Christmas we ask God to send the light afresh, the light that according to St. John's Gospel, no darkness can quench, the light of Christ. Maranatha: Come, Lord Jesus!

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