Mit allen Sinnen Liturgie feiern, bedeutet...
- ... mit den Elementen des Lebens den Gottesdienst zu gestalten und zu erleben. ► Weiter.
- ... mit Leib und Seele zu beten und sich ganz vom liturgischen Geschehen erfassen zu lassen. ► Weiter.
- ... mit dem Heiligen Land als Landschaft und Ort der Bibel und als Lebensraum der Gegenwart verbunden zu sein. ► Weiter.
Noch mehr Sinnliches:
► Ikonen
Farbe und Gold öffnen Fenster.
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► Kirchenmusik
Gesang und Instrumentenspiel öffnen Herzen und Ohren.
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► Weihrauch
Der etwas andere Duft.
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► Materialien
Einige unserer eigenen Gesänge und Gebete.
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Mit allen Sinnen
Baupläne. (Bild vergrößern)
Der heilige Benedikt hat in seiner Regel alle Bereiche des Lebens bedacht. Er behandelt das gottesdienstliche Leben seiner Mönche mit der gleichen Sorgfalt wie die Fragen nach der inneren Struktur und Organisation des Klosters. Er schreibt über Räume und Gebäude, ebenso über die Gestaltung des Tages und des Jahres. Er beschäftigt sich mit der Ernährung und der Kleidung der Mönche, mit der Aufnahme neuer Brüder und den Anforderungen an einen Oberen.
Gottesdienstvorbereitungen. (Bild vergrößern)
Benedikt lehrt seine Mönche, mit dem zufrieden zu sein, was sie bekommen: mit Farbe und Art des Stoffs für ihre Kleidung, ob es überhaupt Wein gibt. Er lehrt seine Mönche dass sie körperlicher, handwerklicher Arbeit nachgehen sollen, und dass sie Zeit für die Schriftlesung und das Studium haben sollen. Und er lehrt sie, ihre Brüder so anzunehmen, wie sie nun einmal sind.
Aufräumen nach dem Essen. (Bild vergrößern)
Kurzum: Weil sie Gott suchen und sich auf Gottes Reich hin ausrichten, sollen und dürfen sie auch ganz und gar ihre Umwelt und ihr Umfeld ernst nehmen. Weil benediktinische Mönche sich bewusst vor ihren allmächtigen und barmherzigen Schöpfer stellen, können sie auch die Schöpfung um sie herum und besonders ihre Mitgeschöpfe annehmen. Und sie bemühen sich, ihren Schöpfer für das Geschenk der Schöpfung zu loben: durch ihr Gebet und ihre Arbeit, in ihrem ganzen Leben, damit Gott in allem verherrlicht werde (RB 57,9).
Auch Mönch sind Kinder Gottes... (Bild vergrößern)
In diesem Lichte wird auch das liturgische Leben der Klostergemeinschaft, mithin das liturgische Leben der Kirche insgesamt, ein ganzheitliches Geschehen.
So sehr unsere Liturgie auf die kommende Welt hin ausgerichtet ist, so findet sie doch in dieser Welt statt. Sie ist Ausdruck der Freiheit und des Heils, die uns in der Schöpfung und in Jesus Christus zuteil werden. – Ganz konkret.
Wir Benediktinermönche in Jerusalem, Tabgha und Hildesheim feiern Liturgie deshalb mit den Elementen des Lebens, mit Leib und Seele und mit dem Heiligen Land.
(Alle vier Fotos dieser Seite von Frieder Blickle (2002) / Peace Counts”)