Was unsere Welt dingend braucht: Barmherzigkeit und Frieden

25. Mai 2025 | Jonas Trageser OSB| Impulse

Impuls zum 6. Sonntag in der Osterzeit

Pater Jonas vor der Skulptur des „Barmherzigen Vaters” auf unserem Klosterfriedhof.
Pater Jonas vor der Skulptur des „Barmherzigen Vaters” auf unserem Klosterfriedhof.

Ganz bewusst bin ich heute an diesem Sonntag, hier auf unserem klösterlichen Friedhof, um etwas in den Blick zu nehmen, was mich in diesen Tagen sehr bewegt, vor allem nach dem Tod von Papst Franziskus und der Wahl unseres neuen Papstes Leos XIV. Es geht mir um diese Figur, die mich immer wieder fasziniert. Es ist die Darstellung unseres barmherzigen Gottes. Unseres barmherzigen Gottes!

„Aus Barmherzigkeit erwählt“, so hat es Papst Franziskus als Leitwort über sein Pontifikat gestellt. – Der neue Papst Leo XIV. ist ein Augustiner, und aus der Augustinus-Regel gibt es wesentliche Akzente, die sicher auch durch diesen neuen Papst in das Pontifikat gestellt werden. Barmherzigkeit ist eine grundlegende Botschaft, die das Wesen Gottes und das Herz des Christentums widerspiegelt. So steht es in der Augustinus-Regel.

Und ich denke, das wird auch diesen neuen Papst Leo XIV. prägen für sein Pontifikat und wird uns Inspiration geben und immer wieder Anregung, wie wir Barmherzigkeit in unsere Leben umsetzen, und wie wir uns davon prägen lassen. Barmherzigkeit. Ich denke, das ist etwas, was für unsere Welt ganz zentral ist. Jetzt, in dieser Zeit unserer Kirche und in dieser Zeit der Welt.

Frieden! – Das war das erste Wort, das auch Leo XIV. in seiner Botschaft uns mitgeteilt hat.

Das ist die Botschaft des Auferstandenen, das ist die Botschaft von Ostern. „Meinen Frieden gebe ich euch“ (Joh 14,27). Dass dieser Friede in uns wirklich auch Gestalt annimmt und wir ihn versuchen umzusetzen in unserem Alltag!

Mit dieser Botschaft wünsche ich allen Zuhörerinnen und Zuhörern einen frohen und gesegneten Sonntag!