Damit das Volk Gottes sich sammelt

8. Februar 2026 | Jonas Trageser OSB| Impulse

Impuls zum 5. Sonntag im Jahreskreis

Ihr seid das Salz der Erde, vielleicht nur ein Korn.
Aber das Korn, man wird es schmecken.
Ihr seid das Licht der Welt, vielleicht nur ein Funke.
Aber der Funke fällt hell auf den Weg.
Ihr seid die Stadt auf dem Berge, vielleicht nur ein Haus.
Aber das Haus lacht aus den Fenstern.
Aus: Adalbert Ludwig Balling, Sprich mir schweigend von Gott.

P. Jonas Trageser OSB
P. Jonas Trageser OSB

Salz, Licht, Stadt: So beschreibt Jesus in der Bergpredigt Glaubende, uns Christen.

Nach den Seligpreisungen vom vergangenen Sonntag, der Magna Charta des christlichen Glaubens, sind starke Bildworte im Fokus des Evangelisten Matthäus. Ich mag diese Bildworte, weil sie alltäglich daherkommen und bildhaft unser Christsein beschreiben und deuten, Zusagen an uns alle: Ihr seid…

Salz der Erde sein bedeutet, so leben, dass andere durch uns Geschmack an der Botschaft Christi, an einem Leben aus und mit Gott bekommen.

Licht der Welt, um anderen heimzuleuchten in ein sinnvolles Leben. Licht sein kann dann heißen, für und mit anderen leben, Menschen in Liebe annehmen.

Von der Stadt ist im Evangelium die Rede. – Eine Stadt auf dem Berg kann ich mir in den Galiläischen Höhen am Sees Gennesaret gut vorstellen. So eine Stadt ist von weitem gut sichtbar und gibt Wanderden und Reisenden eine gute Orientierung, sie leuchtet weithin.

Diese Bildworte sind Zuspruch an uns Christen!

Mit dieser Stadt auf dem Berg ist auch die Gottesstadt Jerusalem gemeint, zu der alle Völker eingeladen sind zu kommen, damit sich das Volk Gottes sammelt. Drei Zusagen an uns, damit zu leben und sie miteinander zu teilen.

Pater Jonas und alle Brüder in Jerusalem und Tabgha wünschen Euch einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche im Angesicht Gottes!