Du hast mich betört!
30. August 2026 | Abraham Ungermann OSB| Impulse
Impuls zum 22. Sonntag im Jahreskreis
Hast du mich betört? Mich bezaubert, bin ich von dir fasziniert, ziehst du mich in deinen Bann, Herr?
Bin ich bereit mich für meinen Glauben, für DICH einzusetzen?
Wie offen gehe ich mit meinem Glauben an dich um? Nehme ich deswegen Nachteile, Rückfragen, Anfeindungen, Schmähungen und Unverständnis in Kauf?
Oder reicht mein Christsein für den Gang in die Kirche und im Alltag bin ich als Christ unsichtbar?
Unbequeme Fragen, die mich/uns betreffen und im Innersten treffen.
Auch den Propheten Jeremia haben sie betroffen, er fand für sich seine ganz eigenen Antworten. Ebenso betreffen diese Fragen auch die Jünger im heutigen Evangelium und Jesus spricht klar aus was es bedeutet ihm nachzufolgen.
In seinen Worten wird deutlich, dass der Weg mit Gott, von ihm gerufen und berufen zu sein nicht nur geprägt ist von Freude, Liebe und Verständnis, sondern gerade auch von Herausforderung, Standhaftigkeit und Leiden.
Christsein heißt eben auch auszusprechen, was unbequem ist, Dinge in Frage zu stellen und sich selbst in Frage stellen zu lassen.
Trotz allem immer in der Gewissheit von Gott getragen und beschirmt zu sein. In seiner Liebe geborgen zu sein, bei allem, was unser Weg mit ihm bereithält.
Wenn ich mich von IHM betören lasse, mich von ihm senden lasse, kann ich mir sicher sein, ER ist immer an meiner Seite und ich kann wie im Psalm 63 beten:
Ja, du wurdest meine Hilfe,
ich juble im Schatten deiner Flügel
Meine Seele hängt an dir,
fest hält mich deine Rechte.“
Bruder Abraham und alle Brüder in Jerusalem und Tabgha wünschen Euch einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche.