„In der Liebe verwurzelt“ – So schreibt Paulus im Epheserbrief 3,17 an die Gemeinde. Es ist der Leitgedanke des diesjährigen Weltgebetstag der geistlichen Berufe, der auch der Sonntag des guten Hirten genannt wird.
Liebe, die nicht überfordert, die nicht verbrennt. Liebe, die im Glauben verwurzelt ist, in der Gemeinschaft der Glaubenden, die anziehend ist, die ansteckend wirkt. Ich denke mich in Paulus hinein: Ich bete, dass ihr in der Liebe verwurzelt seid. Nicht Liebe in euch verwurzelt, sondern ihr in der Liebe.
Wie ein großer Garten voller Blumen, für mich Inspiration in dieser Frühlingszeit, ist das Feld der Liebe mittendrin: Ihr, DU, verwurzelt, und sie (die Liebe) wächst… In diesem Garten wirkt der „große Gärtner“, wie Emil Nolde ein großes Gemälde betitelt. Ich darf mich diesem besonderen Gärtner anvertrauen, denn er gibt mir als „Pflanze“ so viel Nahrung, das ich wachse, mich entfalte, blühe und dufte in Verbindung mit anderen Pflanzen in dem großen Feld Kirche, aber auch darüber hinaus.
Dieses Bild möchte ich übertragen auf die vielfältigen Berufungen, die unsere Kirche lebendig und bunt machen, die ihr geistliche Dynamik verleihen und so anziehend wirken können für Menschen verschiedenen Alters, sich in ihr zu engagieren und einen geistlichen Beruf zu ergreifen.
Wenn ich das so schreibe, denke ich über meine eigene Berufung nach, die sich in diesem großen „Garten“ Kirche entfalten konnte, genährt von vielen gläubigen und betenden Menschen, die ermutigend dieses sich entfaltende Pflänzchen begossen und zur Entfaltung verhalfen.
Ich wünsche mir, dass Vielfalt in unserer Kirche Platz hat!
Pater Jonas und die Brüder in Tabgha und Jerusalem wünschen Euch einen gesegneten Sonntag und eine Woche in der Freude an der Vielfalt Gottes!