Keine Verwechslung möglich!
11. Januar 2026 | Basilius Schiel OSB| Impulse
Impuls zum Fest der Taufe es Herrn
Ein geistlicher Impuls ist nicht der Ort für politische Statements. Wenn Politik sich aber der Bilder und Gedanken von Religion und Glaube bedient, um sie für ihre Zwecke zu ge-, ja: zu miss- brauchen, dann dürfen wir uns im Glauben auch rückversichern, warum wir uns dagegen verwahren.
Und angesichts so mancher selbsterklärter „Heilsbringer“ unserer Tage ist es gut, wenn wir diesen Begriff des Heilsbringers, des Erlösers oder des Messias für uns verorten, zumal in der heute zu Ende gehenden Weihnachtszeit. Denn eines ist mit den Psalmen klar: „Ein Wahn ist Heil, das durch Menschen kommt“ (Ps 60,13, Ps 108,13). Die Psalmen sprechen explizit immer wieder Gott an als „Gott meines Heiles“. Keine Verwechslung möglich!
Unser heutiges Fest der Taufe des Herrn bringt uns das mit der Szene am Jordan eindrucksvoll vor Augen, was wir seit der Heiligen Nacht mit dem Kind in der Krippe feiern: „Dieser ist mein geliebter Sohn!“ (Mt 3,17). Worte, die wir dann auch wieder auf dem Tabor hören werden.
Dieses Bekenntnis des Vaters zum Sohn im Heiligen Geist vollziehen wir im Grunde bei jedem Kreuzzeichen, das wir machen, nach:
Wir glauben an den EINEN Gott, Der war und Der ist und Der bleiben wird. In drei Personen. Der auch uns in unserer Taufe zu Kindern Seines Reiches macht. ER, besonders in der Person des Sohnes, und nur ER ist unser Erlöser und Messias.
Und wie sehr sich Sein Auftreten von dem der Möchtegern-Messiasen unserer Tage unterscheidet, beschreiben die Verse aus der heutigen Jesaja-Lesung sehr klar:
Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Gasse erschallen. Das geknickte Rohr zerbricht er nicht und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht.“ (Jes 42,2-3)
Lassen wir uns also nicht Augen und Ohren verstopfen, sondern schauen wir auf Jesus Christus – Kind in der Krippe und Gekreuzigt-Auferstandener – der Mensch wie wir wurde, damit unser Inneres nach Seinem Bild neu geschaffen werde: Heute. Morgen. Alle Tage unseres Lebens!
Pater Basilius wünscht Euch mit allen Brüdern vom Zion und von Tabgha einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die Zeit des Jahreskreises!