Damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht werde!
25. Januar 2026 | Impulse
Impuls zum 3. Sonntag im Jahreskreis
Das Kreuz Jesu Christi ist für uns als Christinnen und Christen ein sehr starkes Symbol. Und zugleich auch ein sehr alltägliches. Und beides ist auch richtig und wichtig: Dass das Kreuz unseren Alltag einfach durchzieht, und dass es gleichzeitig ein außergewöhnlicher und besonderer Anker bleibt.
Und bei all den Missbräuchen und Banalitäten, in denen das Kreuz auftaucht wie z.B. Tattoos oder Modeschmuck ist es dann auch wertvoll, wenn die Worte des Apostels Paulus aus der heutigen Lesung aus dem Korintherbrief in uns einschlagen und nachhallen: „damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird“ (1Kor 1,17).
Denn im Kreuz verdichtet sich das ganze Evangelium Jesu: Kranke und Sünder, Waisen und Witwen, die Kinder Israels und die Samaritaner, die Trauernden, die Armen, die Verfolgten und die Friedensstifter – sie alle sammelt Jesu Wort, Sein Leben, Sein Leiden und Sterben, Seine Auferstehung und Himmelfahrt unter dem Kreuz.
„Ist denn Christus zerteilt?“, fragt Paulus (1Kor 1,13). – Nein, denn ER ist gerade das Gegenteil von Zerteilung. ER ist Der, Der alle und alles zusammenführt. In Seinem Leiden und Sterben, in Seinem Hinabsteigen in Grab und Unterwelt durchbricht ER auch die gröbsten und schmerzvollsten Zerteilungen und Trennungen, die wir gebrochenen Menschen kennen: Scheitern und Fehlen, Versagen und Sünde, Leid und Tod!
Das, was uns Menschen sooft untereinander und voneinander trennt, das führt Christus am Kreuz, im Grab und in Seiner Auferstehung immer neu zusammen. ER schafft unsere Einheit, mit IHM und untereinander.
Deshalb kann uns das Kreuz im sowohl in den kleinen Trennungen des Alltags und in unseren großen Lebensbrüchen immer neu Erinnerung und Anker und Hoffnungszeichen sein: Denn genau darin kann es immer neu Seine Kraft entfalten.
Im Namen Jesu und in der Kraft Seines Kreuzes wünschen wir Euch aus Jerusalem und Tabgha einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche!