Pilger der Hoffnung sein! – Im Vertrauen auf Gott die Liebe leben.
29. Dezember 2024 | Matthias J. Karl OSB| Impulse
Impuls zum Fest der Heiligen Familie
Was macht dir Hoffnung? So eine immer wiederkehrende Frage mit Blick auf den bereits über ein Jahr andauernden Krieg im Heiligen Land.
Gibt es noch Hoffnung? Oder ist das Heiligen Land inzwischen ein hoffnungsloser Fall? Viele schreckliche Bilder der Zerstörung, täglich neue Zahlen von Toten, zahllose traumatisierte Menschen … und nicht wirklich ein Ende in Sicht. Genug Gründe hoffnungslos zu werden!
Aber wir geben die Hoffnung auf Waffenstillstand, auf Kriegsende, auf Frieden nicht auf! Wir halten fest an der Hoffnung, die uns von Gott her geschenkt ist. Daran erinnert nun auch das Motto des Heiligen Jahres: „Pilger der Hoffnung“ Mir gefällt dieses Motto sehr gut. „Pilger der Hoffnung“ – da ist Bewegung drin, wirklich Leben, und da steckt Zukunft drin.
Wir sind Pilger der Hoffnung. Wir leben heute und bewegen uns in oftmals sehr herausfordernden Situationen, wir stellen uns auch den Schwierigkeiten, weil uns eine Hoffnung geschenkt ist, die weit über diese Welt hinausweist. Wir trauen einer Verheißung, die uns immer wieder neu motiviert voller Einsatz und mit Mut auch das schreckliche Jetzt anzunehmen. Wir wollen unseren Teil beitragen zu einer positiven Veränderung, zu mehr Wahrheit und Gerechtigkeit, zu Versöhnung und Frieden.
Mit unserem Patriarchen und vielen Gläubigen aus dem ganzen Heiligen Land feiern wir an diesem Sonntag in Nazaret den Beginn des Jubiläumsjahres. Das gemeinsame Beten und Singen macht uns Lust, noch aktivere Pilger der Hoffnung zu werden – Menschen, die im Vertrauen auf Gott die Liebe leben.
Pater Matthias und alle Brüder in Tabgha und Jerusalem wünschen Euch einen gesegneten Fest-Sonntag und einen guten Einstieg auch in Euer persönliches Jahr der Hoffnung!