Pilger des Friedens
9. November 2025 | Matthias J. Karl OSB| Impulse
Impuls zum Fest der Kirchweihe der Lateranbasilika (9. November 2025)
Dieser Sonntag, der 9. November, ist ein sehr ambivalenter Tag. Im deutschen Kalender haben wir da freilich die Reichspogromnacht stehen. Auch den Fall der Berliner Mauer. Der 9. November hat auch einen wichtigen Platz im liturgischen Kalender. Er ist der Erinnerungstag an die Weihe der Lateranbasilika in Rom. Diese Basilika trägt den Titel „Mutter und Haupt der Kirchen der Stadt Roms und des ganzen Erdkreises“.
Sie zählt mit zu den päpstlichen Basiliken. Ja, sie hat auch eine Heilige Pforte, durch die in diesem Jubiläumsjahr Heiligen Jahr 2025 Millionen von Pilger gezogen sind. Pilger der Hoffnung. Wenige Pilger kamen ins Heilige Land, geschuldet den vielen schrecklichen kriegerischen Auseinandersetzungen. Jetzt haben wir Waffenstillstand. Wir haben große Hoffnung, dass wirklich Ruhe einkehrt, die Menschen zum Frieden neu finden.
Und so möchte ich Sie einladen, Sie alle, die Sie jetzt vielleicht in Rom schon waren, wieder ins Heilige Land zu kommen, Pilger des Friedens zu sein, und Ihnen sagen: Auch die Pforten der vielen Kirchen im Heiligen Land stehen Ihnen offen! Zuallererst die Pforte der Grabeskirche, der Auferstehungskirche, die – mit einem Augenzwinkern gesagt – sicherlich auch den Titel verdient Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und des ganzen Erdkreises.
Dort, am Ort der Auferstehung, hat der Herr damals den Menschen gesagt: „Der Friede sei mit euch!” Er ruft es bis heute allen Pilgern zu.
Kommen Sie ins Heiligen Land! Machen Sie sich auf als Pilger des Friedens!
Das ruft Ihnen und Euch Pater Matthias mit allen Brüdern in Tabgha und in Jerusalem zu! Habt eine gesegnete Woche! Und auf bald hier im Heiligen Land!