Vom Mut zu singen und vom Mut aus dem gemeinsamen Singen
1. Dezember 2024 | Zacharias Schmitz OSB| Impulse
Impuls zum Ersten Advent
Erster Adventsonntag 2024. – Die Adventzeit kommt auf uns zu! – Löst diese Zeit bei mir Freude aus oder erwachen Ängste, melden sich schöne Erinnerungen oder bittere Enttäuschungen? – Wohin unsere Gedanken und Stimmungen uns auch lenken, wie können die vier Wochen des Advents erfüllte Zeit werden? Zeit, die neue Hoffnung weckt!
Der Advent lädt ein zum Singen: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit …“, „Wir sagen euch an den lieben Advent, sehet die erste Kerze brennt…“, „O Heiland reiß die Himmel auf …“. (Gotteslob 218, 223, 231). Ich muss nicht erst in eine Kirche gehen, ich kann auch allein singen, in meinen vier Wänden. Ein Lied regt Gefühl und Verstand an, es ist oft dem gesprochenen Wort überlegen. Wage ich noch zu singen?
Den Advent begehen kann auch heißen, sich zu fragen und zu bedenken: Wo stehe ich in diesem Augenblick in meinem Leben, das zwischen Geburt und Tod eingespannt ist? Viele Lieder der Adventszeit laden uns ein, Glaube und Hoffnung an den Gott wieder zu entdecken, der uns seinen Sohn gesandt hat. Jesus zeigt uns, wie sehr wir von Gott geliebt sind!
Den Advent feiern lädt uns auch ein, gemeinsam zu singen, mit vielen Schwestern und Brüdern: „Kündet allen in der Not, fasset Mut und habt Vertrauen…“ (Gotteslob 221). Gemeinsames Singen verstärkt unsre Hoffnung, wir sind nicht allein auf diesem Weg durch die oft mühselige Zeit. Wir empfangen wieder Mut, dem entgegenzugehen, der kommt, um unser Leben und die ganze Schöpfung in Gottes Herrlichkeit zu vollenden.
Unser Alters-Senior Pater Zacharias und alle Brüder der Dormitio in Jerusalem und Tabgha wünschen Euch von Herzen einen gesegneten Ersten Advent und ein mutige und mutmachende Adventszeit 2024!