Wenn sich Himmel und Erde berühren

16. März 2025 | Matthias J. Karl OSB| Impulse

Impuls zum Zweiten Fastensonntag

P. Matthias J. Karl OSB
P. Matthias J. Karl OSB

Wir stehen hier auf dem Berg Tabor, in einer archäologischen Stätte. Das sind die Reste des Benediktinerklosters, das es hier vor 1000 Jahren gegeben hat. Für uns Benediktiner heute natürlich eine schöne Geschichte, dass wir auch einmal hier auf dem Tabor waren, der ja ein wichtiger, heiliger Ort ist, vor allem auch in der Spiritualitätsgeschichte. Ein Ort, der bis heute von Pilgern aufgesucht wird, und der eben in Erinnerung hält dieses wunderbare Evangelium von der Verklärung des Herrn.

Jesus ist mit seinen Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes auf dem Berg. Und dann erscheinen in großem Licht Mose und Elija, die großen Gestalten des Alten Testamentes. Sie sprechen mit Jesus über sein Ende, das er finden wird am Kreuz in Jerusalem. Die Jünger aber nehmen wahr: die Herrlichkeit, das große Licht.

Ja, und sie hören auch die Stimme des Herrn, die Stimme Gottes, des Vaters aus dem Himmel, der da sagt: „Was er euch sagt, das tut.“

Für uns ist dieses Evangelium wichtig, denn es erzählt ja von der Begegnung Himmel und Erde, von wunderbaren Momenten. Und es blendet aber auch die Herausforderung des Lebens nicht aus, blendet das Schwierige nicht aus, nimmt es mit herein und letztendlich sagt es uns doch:

Bewahre dir die Erinnerung an all die schönen Momente, an all die Augenblicke, wo du Gott in deinem Leben wahrgenommen hast! – Erinnere dich daran!

Behalte diese Erinnerung in deinem Herzen. Sie ist wichtig und soll dir Kraft geben in den herausfordernden Momenten!

Dann, wenn es in deinem Leben dunkel wird. Dann, wenn es schwierig wird, dann eben weiß, dass es auch die lichtvollen Momente gibt, dass Gott da ist, dass auch für dein Leben gilt. Himmel und Erde berühren sich.

Pater Matthias und die Brüder in Tabgha und auf dem Zion wünschen Euch einen gesegneten Zweiten Fastensonntag!