Zeichen der unerschütterlich-treuen Liebe Gottes zu uns Menschen
25. März 2026 | Basilius Schiel OSB| Impulse
Impuls zum Hochfest der Verkündigung des Herrn
Als ich im Januar diese Grafik als Illustration für den Februar-Newsletter der deutschsprachigen Auslandsseelsorge auf unserer Website erstellt habe, dachte ich vor allem an den Beginn der Fastenzeit, an den Aschermittwoch.
Daher der aschengeschwärzte Hintergrund, wie eine Mauer in einem Haus, in dem es gebrannt hat. Darauf aber sollten wie mit Kreide gezeichnet Rosen als Bild neuen Lebens erstrahlen:
Gottes Liebe und Barmherzigkeit tragen in die Schichten unseres „Staubes“ und unserer „Asche“ neue Spuren des Lebens und des Blühens ein. Gott tüncht unseren „Dreck“ nicht einfach zu. ER formt ihn um, verändert, verwandelt ihn. Wie bei der Wandlung in der Messfeier. Wie Jesu Wunden nach Seiner Auferstehung.
Heute, nach mehr als drei Wochen Iran-Krieg schau ich, fraglos, nochmal anders auf diese Grafik.
Auch zum heutigen Hochfest der Verkündigung des Herrn kam mir diese Grafik wieder in den Sinn: die blühenden Rosen, zerbrechlich und doch gewissermaßen hoffnungslos hoffnungsvoll setzen sie sich auf diese Feuer- und Aschewand: „Gott, du bist groß und unbegreiflich…“ (Anrede des Tagesgebetes) und „Denn für Gott ist nichts unmöglich“ (Lk 1,37, aus dem Tagesevangelium).
Mit solcher hoffnungslosen Hoffnung stehe ich in diesen Tagen des Krieges zwischen den Schrifttexten und Psalmen, den Bildern von Feuer und Asche, der Sehnsucht nach Farben und Heilung.
Die Feier der Ankündigung der Geburt des wahren Friedefürsten (Jes 9,5) an diesem Hochfest gibt uns wieder neu die bunten Kreiden in die Hand, um die Rosen des Evangeliums und die Zeichen der unerschütterlich-treuen Liebe Gottes zu den Menschen in der Menschwerdung Jesu neu und stärker in diese Welt zu zeichnen. Fiat, es geschehe! (Vgl. Lk 1,37).
Pater Basilius und alle Brüder in Tabgha und auf dem Zion wünschen Euch einen gesegneten Festtag!