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Das Leben und sich selbst bewusst Gott hinhalten

04. Februar 2024

Pater Zacharias Schmitz OSB Pater Zacharias Schmitz OSB Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf im Blick auf das Evangelium des heutigen Sonntags? – Markus berichtet vom ersten Tag im Wirken Jesu in Galiläa. – Es ist die Nacht danach, die mich nachdenklich macht. Markus berichtet: „In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“

Was weckt Jesus auf in aller Frühe, was treibt ihn an einen einsamen Ort, um zu beten? – Was muss er verarbeiten? Ist es die Erfahrung seines Erfolges, oder das Erschrecken über die Vollmacht, die Gott ihm in seine Hände gelegt hat? Oder ist es der Schmerz über das Maß an Elend, das ihm begegnet ist?

Wir wissen es nicht. Markus erwähnt nur, wozu ihn das nächtliche Gebet bewegt hat: „Lasst uns anderswohin gehen, damit ich dort verkündige, dazu bin ich gekommen.“
Für mich ist das nächtliche Gebet Jesu eine Einladung: Schau dir deine Erfahrungen, die Begegnungen und Ereignisse der letzten Woche noch einmal an, nimm sie nicht nur zur Kenntnis, um sie abzuhaken und beiseite zu legen. Geh an diesem Sonntag an einen einsamen Ort, nicht um dich abzulenken, sondern um nachklingen zu lassen, was dich bewegt und Gott alles hinzuhalten, was dich niederdrücken will und was dich zuversichtlich stimmt.

So hoffe ich, dass ich gestärkt und getröstet in die neue Woche und an meine Aufgaben gehen kann.

Aus Tabgha und vom Zion wünschen Pater Zacharias und alle Brüder einen gesegneten, stillen, „einsamen” Sonntag und eine gute Woche!

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