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Mönch werden


Womöglich wird man schon als Mönch geboren, oder besser: zum Mönch geboren. Tatsächlich aber ist der Weg des Mönches ein lebenslanges Unterwegssein. Ein Mönch ist kein Mönch, er wird erst einer. Jahr um Jahr und Tag um Tag.

Mönchsgelübde

Doch irgendwann kommt für ihn der Tag, an dem er sich bewusst auf diesen Weg macht. Es ist eine der vornehmsten Aufgaben einer Klostergemeinschaft, sich auf diesem Weg gegenseitig zu helfen, zu stützen und zu ertragen. In besonderer Weise liegt diese Aufgabe beim Novizenmeister und beim Abt als dem geistlichen Vater der Klosterfamilie. Junge Männer, die sich ein Leben als Mönch der Dormitio vorstellen können, nehmen daher zuerst mit dem Novizenmeister oder dem Abt Kontakt auf. Als Interessenten können sie im Rahmen von einem oder mehreren Aufenthalten in einem oder mehrerer unserer Häuser unsere Gemeinschaft kennen lernen.

Bruder am Ufer des Sees Genezareth Es gilt dann, an weiteren Wegegabelungen Entscheidungen zu treffen. Auch dafür ist besonders der Novizenmeister der Ansprechpartner. Er begleitet auch die weiteren Etappen: Kandidatur, Postulat, Noviziat, die Zeit der Zeitlichen Profess. Während all dieser Zeit sind vor dem Hintergrund der persönlichen Geschichte des Einzelnen und unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen verschiedene Wegabschnitte zurückzulegen: Das Einüben in den klösterlichen Lebensalltag aus dem Rhythmus von Gebet und Arbeit, von Zeiten der Zurückgezogenheit und Zeiten der Gemeinschaft. Das Vertrautmachen mit unseren Wurzeln als Mönche, mit unseren Wurzeln an Heiliger Stätte. Denn als Mönch der Dormitio braucht man eine zweifache Berufung: eine für ein benediktinisches Leben und eine für ein Leben im Heiligen Land.

Und immer wieder geht es in dieser Zeit der Erprobung um die Frage des Kandidaten an die Gemeinschaft und die Frage der Gemeinschaft an den Kandidaten, ob dieser Weg dem Einzelnen hilft, Gott zu suchen, Gottes Spuren im eigenen Leben zu erkennen und Gottes Fingerzeige für das eigene Leben anzunehmen.

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