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Aktuelles aus dem Blog


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Vor dem Feiertagsmarathon

Noch einmal tief Luft holen, dann geht es los. – Gerade habe ich noch mal mein Büro geputzt, den Müll weggebracht. Die (meisten) Einkäufe sind erledigt. Aber viel bekomme ich jetzt sowieso nicht mehr.
Die Geschäfte waren schon Anfang der Woche fast menschenleer, weil zumindest unsere jüdischen Mitbürger ihre Wohnungen geputzt und für das Pessach-Fest rein, also koscher, gemacht haben. Da ist unser Osterputz harmlos. Die Blumentöpfchen, die ich als Deko fürs Refektorium für die nächste Woche bestellt hatte, kamen schon vorgestern („Aber Ostern ist doch immer eine Woche vor Pessach...!?” – Nein, leider falsch.), und ich gehe davon aus, dass sie unter der Hand von Eva und Katharina die Woche bei uns gut überstehen, bevor sie zum Einsatz kommen.

Am Sonntag geht es dann „bei uns” los. Aus Tabgha haben wir einen ganzen Packen an Olivenzweigen bekommen für die knapp 200 Pilger, die sich für den Gottesdienst angemeldet haben. Am Montag ist Erev Pessach, der Vorabend des Pessachfestes, was dann eine ganze Woche lang gefeiert wird.
Halbfeiertage und ganze Feiertage, dazwischen dann unsere Heilige Woche, die mit Ostern nahtlos in die Osteroktav übergeht. Noch mehr halbe und ganze Feiertage...

Im Feiern selbst ist es ja schön, und deshalb freue ich mich auch darauf. Gleichzeitig ist es aber eine Strecke, die es zu bewältigen gilt. – Durch das Rote Meer und die Wüste, zum Garten Gethsemani, nach Golgotha... und schließlich nach Emmaus und nach Galiläa. Und von dort in die Welt hinaus...

Wie sagt der Kölner? – Et hätt noch immer jot jejange.

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Wenn Gras wie ein Zweitakter singt...

...dann wird es Ostern in Jerusalem.
Klingt verrückt. Ist es auch. Aber gleichzeitig ist es ganz richtig und normal. Denn: Als ich gerade durch das Treppenhaus anch oben ging, habe ich es zuerst gehört und dann auch gerochen und schließlich gesehen:
Gerade eben auf dem griechischen Friedhof... Auf dem griechisch-orthodoxen Friedhof nebenan war einer der Arbeiter damit beschäftigt, mit einer Motorsense zwischen den Gräbern zu mähen. – Im Winter nämlich wird es ja hier grün, es wächst und blüht. So auch das Gras und allerlei bunt Blühendes zwischen den Gräbern in unserer Nachbarschaft. Nun lässt der Regen (vermutlich) bald nach, auch wenn wir diese Woche noch einiges abbekamen. Gepriesen sei der Ewige!
Also würde das, was jetzt noch recht nett anzuschauen ist, eh bald verdorren und sogar eine Brandgefahr darstellen. Und dann mäht man es besser vorher ab.

Außerdem gehen wir ja alle auf Ostern zu. (Der 24. April ist in diesem Jahr der gemeinsame Termin von Ost- und Westkirche.) Die griechisch-orthodoxen Christen in Jerusalem feiern Ostern besonders um das Heilige Grab herum. Ein Massenspektakel ganz eigener Art. Dann kommt das Heilige Feuer aus dem Heiligen und leeren Grab und verbreitet sich in Windeseile in der ganzen Grabeskirche und in der ganzen Stadt.
So schnell wie seinerzeit Johannes und Petrus zum leeren Grab des Herrn liefen, laufen einige orthodoxe Christen dann zu den Gräbern ihrer Verwandten auf dem Zion. Sie bringen ihren Toten das Feuer des Auferstandenen!

Also muss der Friedhof dann sauber und aufgeräumt sein. Und so riecht klingt das Gras auf dem griechischen Friedhof heute wie ein Zweitakter und kündigt an, dass bald Ostern ist!

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Ein neuer Tag

Es ist noch früh am Morgen. Wir haben Vigil und Laudes gesungen und hatten dazu unerwartet Gäste. Jetzt sitze ich am Schreibtisch, und das Zwitschern der Vögel draußen ist noch lauter als der langsam erwachende Lärm der Stadt.
Gestern war ein voller Tag mit vielen Gesprächen am Telefon und von Angesicht zu Angesicht, mit vielen Mails. Das Wetter sprang von finster-wolkig und Regen zu blauem Himmel mit Sonne.
Heute ist ein neuer Tag. Er beginnt nicht weniger kraftvoll, aber doch ruhiger.

Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!
Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat:
der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen,
der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit,
der deinen Mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst wie ein Adler.
(Psalm 103,1-5 nach der Lutherübersetzung (1912))

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Störche unterm Regenbogen

Ich wusste es schon immer, dass die kleine Babys aus dem Jordantal kommen. Seit heute bin ich mir nochmal sicherer...
Aber der Reihe nach. – Wer schon einmal mit dem Bus oder dem Auto durch den Jordangraben gefahren ist, dem werden vielleicht auch die Wasserbecken aufgefallen sein, unweit der Straße. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass dort Fische gezüchtet werden, weil diese Becken auch durch große Rohre sprudelnd belüftet werden. Doch weil ich wusste, dass auch die Störche durch den Jordangraben ziehen zwischen Winter und Sommer, erkannte ich schon vor einigen Jahren den wahren Existenzgrund dieser Becken: Dort wachsen die kleinen Babys, und die Störche nehmen sie auf ihrem Weg mit und verteilen sie. Auf dem Weg nach Süden die dunkleren, die helleren auf dem Weg nach Norden.
So viel zur Theorie...

Aber dass das Geschenk des Lebens tatsächlich sehr viel mit diesem Land, in dem ich leben darf, zu tun hat, das ist eine sehr praktische Erkenntnis. Als wir heute von Tabgha aus wieder Richtung Jerusalem zurück fuhren, führte uns der Weg zuerst entlang des Sees Genezareth: türkisblau. Das gibt es selten. Und im Wechselspiel mit den düsteren Wolken über dem Golan und den glänzenden Sonnenstrahlen einfach ein atemberaubendes Schauspiel.
Im Jordangraben haben wir dann immer wieder Regenbogen gesehen. Kräftige Regenbogen mitten in der Wüste! Immer wieder auch heftiger Regen und neue Regenbogen. In ein paar Tagen wird dort, wo der Regenbogen den Wüstenboden berührt hat, die Erde blühen. Und unter den Regenbogen saßen immer wieder, richtig: ganze Kolonien von Störchen. Sie haben sich einen der exklusivsten Rastplätze ausgesucht, den derzeit Afrika-Europa-Reisende wohl finden können.

Alles in allem wunderbare und schöne Zusagen des Lebens. Ein gutes Zeichen am zweiten Tag der Fastenzeit in diesem Jahr!

PS: Ja, ich hatte meine Kamera zwar dabei, aber für das, was es da wirklich zu sehen gab, braucht Ihr meine Bilder nicht...

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Nie zu spät

Es hat lange gedauert in diesem Jahr. Aber jetzt ist er doch wieder da, der Aschermittwoch. Weil Ostern relativ spät ist, ist es eben auch der Aschermittwoch. 40 Tage auf Ostern hin beginnen jetzt. Fasten, Umkehr, Neuanfang. Irgendwie das gleiche wie in den Jahren zuvor.

Wunder der Wüste: Nach dem Regen beginnt es zu blühen. Fastenvorsätze? – Ja, durchaus. Aber keine, die nicht auch zu jedem anderen Zeitpunkt im Jahr sinnvoll wären.
Und der Mönch soll ja immer leben wie in der Fastenzeit. Das bedeutet natürlich immer die Bereitschaft zu Fasten und Umkehr – und die Umsetzung.

Aber es bedeutet auch, immer im Geist des Osterfestes zu leben. Dazu ist es nie zu spät!

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Welcoming Groups Back to Beit Noah

Petting a Rabbit The season has opened and groups have begun visiting us at Beit Noah again!

We could not be happier!

Katharina Distributing Rabbits We also celebrated the Grand Opening of the Tabgha "Pinatchai" with some members from Kfar Tikvah. Here, groups can pet our rabbits and enjoy the birds.

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Grüne Schuhe

Da waren sie wieder, die grünen Schuhe. Heute morgen in der Messe. Ich habe sie schon mehrfach in den letzten Tagen gesehen: Grüne Schuhe mit einem gelben pfeilähnlichen Dekostreifen an der Seite und mit gelben Schnürsenkeln. Und heute morgen waren sie wieder da.

Auf wieviele Schuhe blicken wir wohl pro Tag? Unsere eigenen eingeschlossen. Das ist an sich sehr alltäglich, und vermutlich sind da nur selten Schuhe dabei, die uns länger beschäftigen. Diese grünen Schuhe tun es jedenfalls. Und ich frage mich, welche Geschichten uns wohl unsere Schuhe erzählen würden, wenn wir ihnen zuhören. Wo sie schon überall waren. Was sie für uns schon alles ausgehalten haben. Wo sie uns Schutz und Stand gegeben haben. – Aber wir treten sie buchstäblich mit den Füßen...
Nun gut, das ist auch ihre Aufgabe und ihr Daseinszweck. Da gibt es wenig Grund, sentimental zu werden.

Wir sollen vielleicht trotzdem öfter mit unseren Schuhen reden, wenn sie von unseren Um- und Irrwegen erzählen, von aus-weg-losen Situationen und erreichten Zielen, von schweren Schritten und leichten Sprüngen.

Es gibt vermutlich viel mehr, die auf unseren Wegen dabei sind, als wir wissen.

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"It's not so easy to make good Schalung, Father..."

...sagte Khalil, unser Bauunternehmer, zu mir. Wenn ich mir ansehe, was er und seine Männer aus Holz errichten, bevor dort eine Stahlbetonwand zu stehen oder eine Decke darauf kommt, kann ich ihm nur zustimmen. ‛Ouni bei der Schalung der Decke des Kreuzgangs Da geht es um mehr, als nur senkrechte Wände und glatte Decken vorzubereiten. Fensterlaibungen und Türen müssen stimmen, Wand- und Deckendurchbrüche für Abflüsse und Versorgungsleitungen da sein, wo sie hingehören, Nischen für Elektroverteilungen und Feuerlöschkästen einbezogen werden und vieles mehr.
An der fertigen Schalung ist all dies quasi im Negativ schon zu sehen. Eine solche Schalung ist ein eigenes Kunstwerk für sich. Obendrein wirkt sie manchmal solider als das, was in manchen Gegenden des westlichen Kulturkreises ohnehin nur aus Holz gebaut wird und nach dem nächsten Hurrikan einfach nicht mehr da ist.
Munir und ein künftiges Dachfenster im Kreuzgang Dennoch ist sie eben nur Schalung, eine Schale, die, nachdem der Beton gegossen worden ist, wieder abgenommen, zerlegt, gereinigt und für den nächsten Bauabschnitt wiederverwendet wird. Was dann im Raum – oder vielmehr: um den Raum herum – steht, ist nackter Beton und nicht halb so ansehnlich wie die Schalung. Gott sei Dank folgt dann aber bald eine andere „Schalung“: Die Verkleidung der rohen Wände mit behauenem Kalkstein. So erhält die Wand ihr Gesicht Die Arbeit der Männer aus Kafr Kana, die hier Stein für Stein die endgültige Gestalt ans Licht bringen, ist nicht weniger beeindruckend. So lässt der Beton ein wenig der Schalung nachtrauern, die ihn hat Wand, Decke, Treppe, Säule oder anderes werden lassen, nährt aber Phantasie und Vorfreude auf das, was letztlich einmal daraus werden wird.

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Ein gesegneten Sonn(en)tag!

Ich sitze an meinem Schreibtisch. Draußen weht der Wind. Es hört sich nach Winter an. Der Himmel ist grau und trüb.

Und doch, die Sonne schaut mich an. Aus dem verhangenen Himmel blickt sie am Minarett auf dem Abendmahlssaal vorbei. Der Wind bewegt die großen Blätter der Palme in unserem Küchenhof, die noch zwischen der Sonne und mir sind. Und so blicken wir uns immer wieder an, die Sonne und ich.

Das Leben mag schon mal trüb und grau sein, es mag sich nach Winter anfühlen und der Wind weht uns ins Gesicht. – Aber das Licht unseres Lebens sucht sich einen Weg zu uns...

....wenn wir es lassen.

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Hand-in-Hand School, HaGalil Part 2

Perhaps the greatest influence on the school is found in the students' parents. The parents' support and understanding is imperative for the success of this school and it requires a rather open-minded parent to see the benefits that the school has to offer. Some parents, both Muslim and Jewish, joined us at Tabgha where they participated with the students in a closed, quite environment to study, socialize, and live together. While the school is integrated, the students go to their homes at the end of the day, but at Tabgha they lived with one-another for the duration of the visit which was a practical exercise in the respect taught at the school.

The students' days were filled with activities both academic and recreational. As the volunteers continued their daily work the campus was filled with Jewish, Muslim, and Christian students painting, learning Hebrew and Arabic, swimming in the pool, and playing on the playground. On the Playground The parents' involvement in these activities served as an example of intercultural cohesion for the children. It is through such examples and activities that the school responds to the conflict and hopes to overcome it in future generations.

Before the group left I spoke with some of the teachers. My question to them was simple, but important: with all of the criticism and negative feedback from the community, why do it? Why work so hard to continue this project? There was a long pause before an answer came. “Because it doesn't have to be this way.” When the school was founded the initial goal was to work for a different life. Rather than living like rivals in separate villages and allowing stereotypes and preconceived notions to dictate and skew the impression of the other, exposure at a young age can alleviate and eventually overcome the conflict. The group left, but we will continue contact with them as we are all eager to know what the future holds for the Bilingual Hand-in-Hand School, HaGalil.

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