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Das Grab ist leer

Der letzte Tag der Osteroktav erscheint mir als angemessen um hier endlich von der Osterzeit im Beit Joseph, in der Dormitio und generell in Jerusalem zu berichten. Dabei muss man wohl sehen, dass ich die meiste Zeit tatsächlich in der Dormitio verbracht habe - andere Menschen hätten vielleicht mehr von dem zu erzählen, was in den verschiedenen Kirchen Jerusalems so passiert ist. Aber ich muss zu meiner Verteidigung auch sagen, dass gerade die Kar- und Ostertage bei den Benediktinern einfach nur wunderschön waren. Die Segnung der Palmzweige vor der Dormitio

Wir begannen die Heilige Woche mit dem Palmsonntagsgottesdienst. Die feierliche Messe wurde eröffnet mit der Segnung der Palmzweige, die ganze Abtei war geschmückt und viele Pilger waren gekommen um diesen Tag auf dem Zion zu begehen. Viele von uns machten sich im Anschluss daran auf den Weg zum Ölberg - dort fand nämlich die große Palmsonntagsprozession statt. Man geht also den Weg nach, den auch Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem beschritten haben soll. Die Palmsonntagsprozession vom Ölberg herab

Dann begann auch schon sehr bald das Triduum Paschale: Mit Trauermetten, einem Gründonnerstagsgottesdienst, der Karfreitagsliturgie, der großen Stille am Karsamstag, die mündete in der sehr langen und wunderschönen Osternacht. Ich habe diese Tage sehr intensiv miterlebt und gerade im Mitfeiern der Karwoche noch einmal den großen Bogen gespürt, der sich hinspannt bis zum Osterfest, welches den Höhepunkt unseres christlichen Glaubens und aller Liturgie bildet.
Am Ostersonntag dann genossen wir ein großes Frühstück, brachen gemeinsam das Fasten mit einem Bierchen und vielen Gotteslobliedern, bevor es dann mit einem großen Hochamt und einem österlichen Mittagessen weiterging. Und wer dann noch nicht genug hatte von Ostern, der machte sich am Ostermontag auf den Weg nach Emmaus. Beziehungsweise zu einem der vielen "Emmäuse", denn es gibt da ja durchaus mehrere Orte, die es für sich beanspruchen das "wahre Emmaus" zu sein.... Die Osternacht in der Dormitio

Und mit dem Ende der Osteroktav ist auch das Ende des Studienjahrs gekommen. Das erscheint alles noch sehr unwirklich und wird doch immer realer. Ich könnte jetzt an dieser Stelle in große Emotionalitäten verfallen, aber das unterlasse ich lieber. Nur so viel: Es war eine unglaubliche, unbeschreibliche und unvergessliche Zeit.
Wie es die Wise Guys singen "Manchem schweren Abschied folgt ein herzlicher Empfang": Auf einen solchen Empfang dürfen wir uns wohl alle in Deutschland freuen, wenn wir Familie und Freunde nach acht Monaten wieder in die Arme schließen werden.
Am Ende meines letzten Blogeintrags sei ein herzlicher Dank allen Lesern gesagt - fürs Mitverfolgen, Mitlesen und Miterleben! Der größte Dank aber geht an das 39 Theologische Studienjahr, die Studienleitung und die Mönche der Dormitio, die diese Zeit so einmalig haben werden lassen wie sie es eben war. Vergelt's Gott!

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Mit Rüstung und Schwert

Unsere dritte und letzte Exkursion führte uns auf die Spuren der Kreuzfahrer - deswegen zogen wir in der vergangenen Woche in Tabgha wieder in unsere bewährten Gruppenzimmer im Beit Noah, schwammen im Pool, sprangen in den See, setzten uns zwischen Klippdachse, Da die Verfasserin dieses Artikel bekennender Klippdachs-Fan ist, gibt es hier auch ein exklusives Klippdachs-Foto feierten Abendandachten in Dalmanutha, liefen durch blühende Wiesen, grillten und machten Lagerfeuer, sangen bunt gemischtes Liedgut und waren leicht genervt vom nicht funktionierendem Internet, das uns unseren neuen Papst verwehren wollte: Wir hörten nur "Hab" und dann fiel das "emus Papam + Name" leider einer hängenden Internetverbindung zum Opfer. Nichtsdestotrotz: Wir hatten eine wunderschöne Zeit am See Genezareth und zusätzlich haben wir noch einen neuen Papst. Sonnenaufgang am See Genezareth - von Dalmanutha I aus gesehen

Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns jeden Morgen mit dem Bus auf den Weg zu archäologischen Stätten in Galiläa, die wir bei unserer letzten Exkursion noch nicht gesehen hatten: viele Festungen der Kreuzfahrer standen auf dem Plan. Und wenn man Belvoir, Apollonia, Montfort u.a. gesehen hat, dann kommt doch in eigentlich jedem das kleine Kind wieder hoch und man gedenkt der Zeit, in der man als Ritter verkleidet durch das Paradies der Kindheit zog... Die Schlacht von Hattin So konnten wir es uns natürlich auch nicht nehmen lassen an den Hörnern von Hattin die große Schlacht "Saladin gegen Raimund" nachzuspielen. Gleich wenn bei uns niemand sein Leben lassen musste, so gab es doch einige blaue Flecken. Studienjahr und akademisches Arbeiten fordern eben Opfer!

Neben den Kreuzfahrern hatten unsere Assistenten aber auch einige Überraschungen für uns parat: So fuhren wir zum Beispiel zu einer eigentlich recht touristischen Attraktion, den Grotten von Rosh HaNiqra. Mit einer Seilbahn geht es dort einen weißen Kreidefelsen hinunter direkt ans Mittelmeer. Dieses hat den Felsen über die Jahrhunderte hinweg ausgehöhlt, so dass Grotten entstanden sind, in die das Meerwasser hineinfällt und in wunderschönen Farben glitzert. Die Überreste von Apollonia liegen direkt am Mittelmeer Auch durften wir Bötchen fahren in der Helena-Zisterne - für Spaß und Abwechslung wird auf unseren Exkursionen wirklich immer gesorgt!

Der letzte Tag führte uns nach Akko, und ich denke, es gab niemanden, den diese Stadt nicht begeistert hat. Dankenswerter Weise hatte man uns einige Freizeit gewährt, die dazu genutzt wurde, um durch den arabischen Suq zu streifen, arabische Köstlichkeiten zu verzehren, auf der alten Stadtmauer direkt am Meer herumzuklettern oder mit einem Boot über das Mittelmeer zu düsen, bevor wir dann gemeinsam die beeindruckende Zitadelle besichtigten. Das 39. Studienjahr in der Zitadelle von Akko
Und zum Schluss noch eine persönliche Anekdote, die mich mit Akko verbindet: wenn man eine leere Keksschachtel in der Handtasche hat und diese dann wegwirft, so sollte man sich vorher vergewissern, dass man seine Brille nicht vorher in ebendiese leere Keksschachtel gelegt hat. Sonst könnte es passieren, dass die gute Brille nun in einer Mülltonne in Akko ihr Lebensende findet und der Inhaber der Brille als Blindschleiche durchs Leben zieht.
Nun sind wir wieder in Jerusalem und die letzten Vorlesungen des Studienjahrs haben begonnen. Und was wir vorher immer verdrängt haben, nämlich den Abschied aus dieser Stadt, das rückt mit dem aufkommenden Osterfest auch unweigerlich in den Blick...

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Kölle Alaaf un so

Leev Fastelovendsjecke,
(das war Kölsch und heißt soviel wie: Liebe Freunde des gepflegten traditionsreichen rheinischen Karnevals) kann man sich als Nicht-Rheinländer den Schmerz vorstellen, den ich zur Zeit erleiden muss? Heute ist Rosenmontag. Doch anstelle in Kölle nach Kamelle und Bützjer zu verlangen, saß ich heute in der absoluten karnevalistischen Diaspora und lernte etwas über Psalmen und theologische Gedichte. Ja, das Studienjahr fordert Opfer.

Meine Studienjahrskollegen haben allerdings Mitleid mit mir. So durfte unser Weihnachtsbaum zum Karnevalsbaum umfunktioniert werden. Ein echter Karnevalsbaum! Unserem Schweizer durfte ich an Weiberfastnacht die Krawatte abschneiden und Herr Lehnert ließ es zu, dass ich um 11:11 Uhr Viva Colonia spielte. Man versucht, mir die Zeiten des Schmerzes und des Verlustes so angenehm wie möglich zu gestalten. Gestern Abend gab es dann auch eine Karnevalsfeier mit geballter Studienjahrskreativität - und ob man es glaubt oder nicht, da kommt doch einiges zusammen: Spülteam-Musik, Männerballett, Andis musikalischer und genialer Beitrag, Reisetagebuchlesungen, ein Sketch und und und. Am Schluss wurde bis in die Puppen getanzt - am Rosenmontag, also heute, morgen dann auch wieder gearbeitet. Aber meine Mutter hat es mir ja beigebracht: "Wer feiern kann, der kann auch arbeiten." Nur vom Rosenmontag war in dieser Weisheit nie die Rede...

Wenn ich nicht auf der Bühne wär, was wäre ich wohl dann? Wer sich übrigens fragt, warum meine Wenigkeit (2. von links auf dem Bilde) auf einem Tisch sitzt und nicht steht wie der Rest: Es begab sich vor gut vier Wochen, da versank Jerusalem für wenige Stunden im totalen Schnee. Am Nachmittag ebendieses Tages schrieb ich noch einen Blogeintrag und schwärmte von der weißen Pracht. Wenige Stunden später machte ich mich mit meinem Blogschreibekollegen auf den Weg in die Neustadt - unsere Flucht vor der Beit Joseph'schen Käseplatte zum Abendbrot wurde bestraft, indem ich ausrutschte und mir den Knöchel gebrochen habe. Also krücke ich jetzt seit über einem Monat durch das Haus und werde ab und an einmal in einem Rollstuhl, der vermutlich schon den Unabhängigkeitskrieg miterlebt hat, durch die Stadt ausgefahren. Das erklärt auch, warum ich die letzten Wochen nichts geschrieben habe: Ich habe faktisch nicht sonderlich viel erlebt.
Zwei Rheinländerinnen wissen: Wo mir sin, do es Kölle! Dafür kann ich aber jedem, den es interessiert, die genaue Treppenstufenanzahl der einzelnen Treppenabschnitte im Beit Joseph mitteilen, auch, wie viele Hopser man von der Orgel bis zum Ambo braucht, ist mir geläufig: Denn den Antwortpsalm darf ich auch mit Krücken weiterhin singen. Schließlich will ich den Mönchen nicht den Spaß nehmen, herzhaft "mit mir zu lachen", wenn da vorne ein weißes Knäuel mit blauen Krücken durch den Altarraum springt...
Ävver der Kölsche weiß: Do mäht ma nix. Et is noch immer jot jejange. (Übersetzung: Doch der Kölner weiß: Wir können die aktuelle Situation nicht ändern. Letzten Endes hat sich immer noch alles zum Guten gewendet).

In diesem Sinne: Dreimol vun Hätze KÖLLE ALAAF !!
Und auch was man sonst so ruft. Ich bin da nicht mehr so. Habe hier schließlich ökumenischen Karneval par excellence!

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Jerusalem, ein Wintermärchen

In den vergangenen Tagen zogen wir morgens unsere Taucheranzüge an. Denn es regnete. Und stürmte. Viel. Richtig viel. So viel, dass man nur dann die Nase nach draußen hielt, wenn es gar nicht anders ging - zum Beispiel um zu den Stundengebeten zu gelangen. Und selbst der Weg vom Hausausgang bis zum Tunneleingang (etwa 3,50 m Strecke) reichte aus, um durchweicht zu werden. Unser Zitronenbaum, Treffpunkt etlicher Studienjahre und beliebtes erstes-Gruppenfoto-Motiv, musste dran glauben, ihn riss der Sturm einfach um. Außerdem stand der Tunnel stets unter Wasser. Genau wie die Kirche. Hätten wir ein knallrotes Gummiboot zur Verfügung gehabt, es wäre sicherlich zum Einsatz gekommen. verschneites Studienjahrsschild

Gestern Abend dann der Wetterumschwung: Der Sturm ließ nach und aus dem Regen wurde eine Graupelschauer. Später kam der Schnee. Zumindest konnte man so tun, als ob der weiße Flaum, der langsam vom Himmel viel, in einem näheren Verwandtschaftsverhältnis mit dem deutschen Schnee stehe. Heute morgen schaute ich aus meinem Fenster und traute meinen Augen wirklich nicht: Eine weiße Schneedecke zog sich von meinem Balkon aus bis an das Ende vom Horizont. Die Mauer war eingeschneit. Alles war weiß und friedlich, viel ruhiger als es selbst am Schabbat der Fall ist. weiße Decke auf der Kuppel des Felsendoms

Was kann man da viele Worte drüber verlieren? Es sieht traumhaft schön aus. Ich habe mich noch vor Vorlesungsbeginn auf einen Spaziergang durch die Stadt aufgemacht und die Stille der Stadt genossen. Die Menschen sind plötzlich so freundlich geworden! Jeder grüßt, lächelt, winkt, wirft mit Schneebällen - von diesem Kinderspiel sind selbst altehrwürdige orthodoxe Juden nicht ausgenommen, die plötzlich wieder zu kleinen Jungs werden und ausgelassen in der weißen Pracht herumtoben. Zu verübeln ist es ihnen nicht. So viel Schnee wie heute hat Jerusalem seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Jerusalem liegt unter einer dicken Schneeschicht Auch wir Studienjährler griffen vor dem Ernst des Tages noch schnell zum Schneeball... Kann man es uns verübeln?

Nachteile gibt es natürlich auch. Das Dormitio-Personal konnte größtenteils nicht herkommen, das Land kann mit dem Schnee einfach nicht umgehen. Vermutlich gibt es für ganz Jerusalem 1,5 Schneeräumer. Und 3,7 Schneeschippen. Überall liegen umgefallene Bäume und abgeknickte Äste. Auch unser Garten gleicht in manchen Ecken eher einem Kriegsschauplatz als der Wintermärchenlandschaft. Schneeballschlacht vor Vorlesungsbeginn Doch auf "unsere" Mönche ist Verlass: Schon früh morgens tauchten sie zu einer Garteninspektion bei uns auf (denn ein Baum war umgekippt, hatte eine Stromleitung mit sich heruntergezogen und den Gartenausgang versperrt), da die Küche nicht besetzt war stellte sich kurzfristig Pater Jonas an den Herd und Pater Matthias nahm sich des Speisesaals an - allerdings erst, nachdem er einen Schneemann gebaut hat. Es wird sich so lieb um uns gekümmert, dass wir wirklich keinen Grund zur Beschwerde haben und uns eher fragen, womit wir so eine liebe Umsorgung wohl verdient haben. Ich wickelte mich also in eine Wolldecke, setzte mich in den Vorlesungsraum und lauschte den Ausführungen zur Koranexegese. Und draußen fallen die Flocken, leicht wie Flaum... monastische Garteninspektion

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Wir sagen Euch an den lieben Advent

Bald ist Weihnachten - auch in Israel. Die schönte Zeit im Jahr hat einen bitteren Beigeschmack, bedeutet sie doch für uns, dass Halbzeit ist. Halbzeit des Studienjahrs. Wir schütteln den Kopf und vergessen diese Information schnell wieder. Darüber wollen wir wirklich nicht nachdenken!
Viel wichtiger ist: Bald ist Weihnachten! Darauf bereiten auch wir uns vor. Christina und Pater Jonas verwandeln unsere Küche in eine Weihnachtsbäckerei Zum Beispiel mit Plätzchen backen, Lieder singen, Schokoladennikoläuse und -Osterhasen essen (die werden hier im Land nämlich zeitgleich verkauft), Weihnachtsvorbereitungen und witzige Fotos schießen (besonders beliebtes Motiv: Studienjährler mit Weihnachtsmütze vor Felsendom). Der erste Besuch ist eingetroffen, das Beit Joseph füllt sich langsam mit Freunden und Familien, die mit uns gemeinsam Weihnachten feiern möchten. Am Ende der letzten Vorlesungsstunde platzte Guenther in den Saal: "Die Bäume sind da, hopp, schnell, ich brauche Hilfe!" Da musste die Frage, wer oder was ein Jude in antiken Zeiten war, ruhen. In der Weihnachtsbäckerei

Was darf noch nicht fehlen in der Adventszeit? Richtig, der Adventskalender! Jeden Tag öffnet ein Studienjährler seine Zimmertür und lädt ein auf Tee und Arak (Mischverhältnis etwa 85% -15%, was davon Tee, was davon Arak ist, hängt vom Tasseninhaber ab), Plätzchen, Lieder, gemütliches Beisammensein, eine Geschichte, Geräuschememory oder Gedichtschreiben.
Bei Guido durften wir uns kreativ betätigen mit dem dichten eines Vierzeilers - der letzte Begriff jeder Zeile war vorgegeben. Eine Auswahl dieser Ausgüsse geballter Studienjahrsdichtkunst hier:

Aus aller Welt (von Johannes)
Sensationsfund Lichterkette
vorexilisch inner Miqwe
gefunden mit nem Staubsauger
beim Ausbau der neuen Autobahn Viel Spaß hatten wir beim Geräusch-Memory, das wir bei Andi spielten

Weihnachtsstress (von Lukas)
Anna, die kleine Fette, hänget auf ihre Lichterkette,
die unrein ist - ohje! Jetzt schnell in die Miqwe!
Anna ist rein, das Haus ist sauber. Danke an den Staubsauger.
Jetzt kann sie zufrieden fahr'n, los geht's auf die Autobahn.

Lichterkette (von Marcel)
"Lichterkette! Lichterkette! Lichterkette!"
rief heraus Eial aus just dieser Mikwe.
Nebenan stand der Vater mit dem Staubsauger.
Die Mutter war noch auf der Autobahn.

Surrealismus (von Annika)
Dunkel wars, die Nacht schien helle dank der Lichterkette
die befestigt hing an der siebenstufigen Miqwe
sie entspreche stets den Reinheitsvorschriften, sprach der Staubsauger
der in postmodernen Zeiten mit der Kutsche trabte auf der Autobahn.

De mortibus paganorum (von Felician)
Am Weihnachtsmorgen hing Peter tot an einer Lichterkette.
Zum Sterben wählte Fridolin sich eine Mikwe.
Viele nutzen dazu auch die Autobahn.
Geht es auch mit einem Staubsauger?

Die Blogleserschaft wird merken: Ab und an kann man im Beit Joseph auf komische Ideen kommen. Vermutlich liegt das an der Stadt, die ist ihrerseits ja auch leicht verrückt.
Nun aber wünschen wir Ihnen und Euch noch ruhige letzte Adventstage - denn bald kommt das Christkind zu mir, bald, bald, bald... (Rolf Zuckowski in Ehren!)
Ein neuer Tag bricht an

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Wo bin ich hier eigentlich?

Eine bewegte Zeit liegt hinter uns: Ja, wir haben ihn miterlebt, den zweiten Luftalarm in Jerusalem. Dieses Mal schon. War es schlimm? Nein. Wir hatten alle nicht mehr daran geglaubt. Wir hatten nicht gedacht, dass die Sirene noch einmal losgehen würde. Und als es dann doch der Fall war, mitten in der Mittagspause, da schauten wir alle verdutzt aus unseren Zimmertüren heraus und gingen gelassen hinunter in den Bunker, der eigentlich der Aufenthaltsraum der Volontäre ist. Handys und Laptops ausgepackt und schon nach kurzer Zeit die Entwarnung. Draußen ging alles seinen gewohnten Gang. Da dachte ich mir: Wo bin ich hier eigentlich gelandet? Die Jerusalemer schienen sich nicht stören zu lassen und auch "unsere" Mönche strahlten eine Gelassenheit und Ruhe aus, die auf uns überging. Am Tag darauf hielten wir ein Friedensgebet ab - und zwei Stunden später wurde die Waffenruhe ausgerufen. Bis jetzt hält sie, das sind bereits 9 Tage.
Seitdem geht es auch bei uns ganz normal weiter. Beten wir darum, dass das so bleibt.

In den vergangenen Tagen hatten wir - wieder einmal - zwei spannende Veranstaltungen. Zum einen besuchte uns Dr. Alick Isaacs, ein jüdischer Israeli, der in dem Projekt "Talking Peace" arbeitet und uns mit seiner Vorlesung 'a prophetic Peace' neue Denkhorizonte und Konzepte eröffnete, über die wir mit Sicherheit noch oft und lange diskutieren werden. Zum anderen führte Herr Professor Ebner uns in seiner Vorlesung 2000 Jahre zurück in die Anfänge des Christentums, in die urchristliche Gemeinde und ihre Beziehungen zur griechisch-römischen Stadtkultur. Auch hier haben wir durch andere Augen auf das Neue Testament geschaut, durch einen neuen Blickwinkel die Evangelien und Briefe zu deuten und kontextualisieren gelernt.

Und dann hat gestern auch die Reihe der Patriarchenbesuche begonnen. Bruder Nikodemus, der die nötigen Kontakte hat, wird mit uns in nächster Zeit die Patricharchate der christlichen Kirchen, die in dieser Stadt angesiedelt sind, etwas genauer unter die Lupe nehmen. Bruder Nikodemus vor den Eingangspforten. Bruder Nikodemus vor den Eingangspforten. Gestern ging es los mit dem syrisch-orthodoxen Patriarchat, und zwar mit einer Vesper in der "Kathedrale", einem kleinen Kirchlein, unter der einem Traditionsstrang nach der Abendmahlssaal gewesen sein soll. Nun gut, der soll ja auch noch bei uns um die Ecke vom Beit Joseph gewesen sein. Man lernt, die Dinge hier nicht zu genau zu nehmen... Jedenfalls war das Besondere an dieser Vesper wohl, dass sie in Aramäisch gehalten wurde, der dortigen Liturgiesprache und der Sprache, die Jesus Christus gesprochen hat. Alleine unter diesem Gesichtspunkt war es eine bewegende Sache. zu Besuch im syrisch-orthodoxen Patriarchat Im Anschluss an die Vesper wurden wir noch nett im Thronsaal vom "Generalvikar" empfangen, bevor es dann wieder zurück gen Dormitio ging - pünktlich zur dortigen Vesper und Eucharistie. Ja, das ist Jerusalem.

Aber auch sonst lassen wir uns von manchen Spannungen, denen dieses Land ausgesetzt ist, nicht unterkriegen: mit einem Frankenabend, Chorproben, Kneipenbesuchen, Volleyballspielen und vielem mehr lässt sich der Alltag sehr gut gestalten. Spaß haben wir an unserem Leben hier im Heiligen Land nach wie vor - und ab morgen, wenn das erste Türchen vom Adventskalender geöffnet wird, wird es vielleicht auch hier etwas besinnlicher. In Adventsstimmung sind wir aber eigentlich alle noch nicht.

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Am Anfang war die Miqwe

In Jerusalem ist es kalt geworden. Das fällt besonders denen auf, die 12 Tage bei subtropischem Klima ihre Zeit in Galiläa verbracht haben. Wenn man Lukas und Christina nach einem Resümee dieser Exkursion fragt, so bekommt man vom einen die Antwort "Steine!", die andere ruft: "Schwimmen!" In der Tat fassen diese beiden Schlagwörter diese Tage gut zusammen, auch wenn von mir wohl noch der Ausruf "Spinnen!" hinzuzufügen sei.
In und um Galiläa gibt es viele alte Steine und damit auch viele Orte, an die man fahren, die man besichtigen, diskutieren, untersuchen, befragen und anzweifeln, auf denen man herumklettern kann, mit denen man aber auch seinen Spaß haben darf. Das berühmte Säulenheiligtum aus Omrit Mancherorts erkennt man nicht mehr als ein paar lose Steine, die scheinbar wahllos über ein Feld verstreut zu liegen scheinen - und das war einmal ein Haus? Ein Tempel? Eine Stadtmauer? Meine eigene Vorstellungskraft ließ mich im Stich. Dann wiederum gibt es die Orte, die einfach nur zum Staunen anregen. Um el Qanatir gehörte für mich dazu, ein Ort mitten im Nirgendwo, wo man Synagogenüberreste gefunden und ein Archäologe beschlossen hat, diese nun wieder aufzubauen: mit Hilfe von Computerprogrammen, 3-D-Vorstellungskraft, einem riesigen Kran, jeder Menge Geld und viel Spaß an der eigenen Arbeit. Prof. Zangenberg im Archäologiefieber In der ersten Woche war Prof. Zangenberg stets an unserer Seite, was für alle ein großer Gewinn war: denn als Archäologe und Neutestamentler konnte er die Dinge, die wir besichtigten, von zwei entscheidenden Seiten beleuchten. Banjas, Caesarea Maritima, Sepphoris, Meggido, Dor, Nazareth, Kapharnaum, Bet She'arim, Haifa, Gamla - wir haben so viele Orte gesehen, dass ich sie gar nicht mehr zusammenbekomme.

Und dann gibt es da ja die Sache mit der Miqwe, dem jüdischen Ritualbad zum Erlangen kultischer Reinheit. Wie viele wir von denen betrachteten, kann ich nicht mehr sagen. Am Anfang jedenfalls war die Miqwe. Oder vielleicht doch die Synagoge? Die Mona Lisa von Sepphoris Diese Frage konnte nicht immer geklärt werden, oftmals schrieben sich Miqwe und Synagoge gegenseitig ihren Status zu, verwiesen aufeinander - und vielleicht war es in Wirklichkeit damals doch ganz anders. Das sorgte für viel Heiterkeit und dem Lerngewinn, dass wir nun erst einmal alles, was wir sehen, als Miqwe deklarieren. Irgendwann werden wir damit sicherlich auch richtig liegen.

In unserem Nachtlager in Tabgha konnten wir jeden Abend entspannen, sei es im Pool, bei der Vesper in der Brotvermehrungskirche, im nahegelegenen Pilgerhaus, am See, bei der Abendandacht im Dalmanutha - der Ort ist einfach nur wunderschön und lädt zum Verweilen ein. Nur die Sache mit den Spinnen... Ich weiß, ich weiß, auch das sind Gottes Geschöpfe. Aber eklig sind sie trotzdem. Da esse ich lieber 12 Tage lang jeden Mittag Pita mit Humus (das kann man nämlich auch irgendwann nicht mehr riechen) anstatt so eine große Spinne auch nur zu sehen. Mittagspause in der Nähe des Panheiligtums in Caesarea Philippi

Wieder zurück in Jerusalem hat der "normale Wahnsinn des Studienjahrsalltag" uns wieder, heute begannen wir mit einer Vorlesung bei Prof. Ebner zum Urchristentum und der römisch-griechischen Stadtkultur. Doch in Jerusalem ist es kalt geworden. Ich persönlich muss zugeben, dass mich das Wochenende ganz schön geschlaucht hat. In Galiläa diskutierten wir noch darüber, dass eine Rakete gen Tel Aviv aus unserer Sicht vollkommen ausgeschlossen sei und dann der Schock, dass wohl sogar etwas aus dem Gazastreifen in Richtung Jerusalem abgefeuert worden ist - für uns, die wir im wohlbehüteten Deutschland aufgewachsen sind, für die die geteilte Republik weit weg ist und der 2. Weltkrieg noch viel weiter, ist der Gedanke an Krieg unbekannt und unheimlich. Raketen, Luftschutzbunker, Angst vor dem Luftalarm, das kennen wir nur aus Erzählungen aus längst vergangenen Tagen - und plötzlich kommt es ganz nahe an uns heran, plötzlich wird es real. Und dennoch: Das was in und um Gaza geschieht, ist auch ganz weit weg. Unser Studienjahr scheint zur Zeit nicht gefährdet zu sein, unser Alltag wird nicht beeinträchtigt - und das, obwohl wir im gleichen Land leben und die Entfernung Köln-Düsseldorf hier schon erhebliche Unterschiede ausmacht. Das macht stutzig, das beschämt. Denn bei uns geht es ganz normal weiter, wenige Kilometer entfernt gibt es so etwas wie "Normalität" nicht mehr.

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Mit Sack und Pack

Mit Sack und Pack ging es gestern gen Tabgah, denn hier nächtigen wir während unserer zwölftägigen Galiläaexkursion. Nach Zwischenstops in Bet She'an, Hammat-Tiberias und Tiberias bezogen wir das Beit Noah, die Begegnungsstätte am See Genezareth.

Kreuz und See Genezareth im Dalmanutha Wer bis dahin noch Fragen hatte, wie diese Exkursion wohl ablaufen würde, war spätestens jetzt in Kenntnis gesetzt: morgens in den Bus einsteigen, bei den Steinen hinaus, die Steine anschauen, wieder in den Bus und weiter geht es. Ich hatte zwischenzeitlich mal das Gefühl, auf der chinesischen Tour "20 Städte Europas in 6 Tagen" zu sein. Doch auch jeder noch nicht ganz so stark archäologiebegeisterte Studienjährler dürfte spätestens nach den Ruinen von Bet She'an ziemlich beeindruckt gewesen sein - und jeder Leser wäre es vermutlich auch, wenn er die entsprechenden Fotos sehen würde, was er leider nicht kann, da das Hochladen von Bildern aufgrund des recht zögerlichen Internets einen regelrechten Kraftakt darstellt.

Den ausführlichen Bericht wird es deshalb also erst in zwei Wochen geben - nur so viel sei jetzt schon einmal gesagt: Uns geht es gut! Galiläa ist traumhaft schön und wir haben wunderbares Wetter, abends einen Pool zur Verfügung und ein bisher harmonisches Klassenfahrts-Feeling, was durch die Mehrbettzimmer und das Programm "Selbstverpflegung" noch unterstützt wird. So kann es durchaus weitergehen -vorausgesetzt, das heutige Experiment mit dem Titel "Wir machen Kaiserschmarn aus 1 Kg Mehl und 30 Eiern für ebenso viele Personen" gelingt....

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Evangelisch? Katholisch? Ökumenisch!

Wir sind ein theologisches Studienjahr, ein wissenschaftliches Studienjahr, ein deutschsprachiges Studienjahr, ein durch den Sinai wanderndes und die Jerusalemer Altstadt erkundendes Studienjahr, ein Zitronenschnittchen bevorzugendes Studienjahr, ein singendes Studienjahr, ein diskutierendes Studienjahr, ein witziges und viel lachendes Studienjahr, ein betendes Studienjahr, ein tanzendes Studienjahr, ein Sierra-madre liebendes Studienjahr, ...
Wir sind ein ökumenisches Studienjahr. Bums. Da ist es, dieses Wort. Ökumene. Immer wieder begegnet es uns, immer wieder müssen wir uns fragen: was ist das eigentlich - Ökumene? Schnell stand fest, was es nicht bedeuten kann: Die wir-haben-uns-alle-ganz-arg-lieb-und-vergessen-einfach-was-war Mentalität, eine ist-doch-egal-wir-glauben-doch-eh-alle-das-gleiche Einstellung und die wenn-wir-nur-zusammen-Eucharistie-und-Abendmahl-feiern-ist-alles-gut Ansicht. Stattdessen bemühen wir uns immer wieder, uns gegenseitig kennenzulernen, um Ökumene leben zu können, die in einem sich gegenseitig anerkennenden und respektierenden Dialog besteht - dessen Ziel nun was ist? Wenn wir das nur wüssten. Als Theologiestudierende müssen wir uns nun einmal auch mit den Dingen auseinandersetzen, die anderswo als theologische Spitzfindigkeiten bezeichnet werde. Darum kommen wir nicht herum.
Abendmahl und Fußwaschug... Mit Frau Prof. Nüssel und Frau Prof. Sattler beschäftigten wir uns im letzten Vorlesungsblock ausführlich mit Abendmahl und Eucharistie und den Chancen für eine gemeinsame Tischgemeinschaft. Dieser Dialog muss dringend weitergeführt werden.

Die letzten zwei Tage hatten wir zwei von uns Studenten selbstorganisierte Studientage.
Könnte das mit der Ökumene nicht einfacher sein? Ist nicht eine Seite sturer als die andere? Warum halten die Katholiken so am Papst, die Protestanten so an Luther fest? Was ist eigentlich unser kirchliches Selbstverständnis? Und was hat das eigentlich mit der Heiligenverehrung auf sich? Ist ein Gottesdienst ohne Predigt unvollständig? Fragen über Fragen. Während die Protestanten den Mittwoch mit der allseits bekannten Fernsehsendung "Pro TV - die Sendung mit dem Schwan" gestalteten, in der Fragen rund um die evangelischen Kirche auf mitunter höchst kreative Weise beantwortet wurden, eröffneten die Katholiken am Donnerstag, dem 50-jährigen Jahrestag der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils, das I. Ökumenische Konzil auf dem Zionsberg. Wir diskutierten, diskutierten, diskutierten. Tauschten Informationen, Vorurteile, Emotionalitäten, Unverständnisse, Ver- und Bewunderungen und Gemeinsamkeiten aus. Befinden uns in einem langen Prozess. Haben einen Ökumenischen Arbeitskreis für die Fortdauer unseres Studienjahrs gegründet. Diskutierten weiter. Ja, und das Ergebnis?
"Alle sollen eins sein" (Joh 17,21), spricht der Herr. Das ist Auftrag genug, doch für uns steht auch fest: Wir sollen nicht nur eins sein, wir wollen es auch!

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Von Pita und Kamelen

Mit einiger Verspätung, die nicht nur dem recht vollen Stundenplan des Studienjahrs geschuldet ist, sondern vor allem der Tatsache, dass mein Laptop auf dieser Seite keine Fotos hochladen wollte, möchte auch ich nun noch einen kleinen Bericht zum Sinai abgeben.

Zu der Landschaft, dem Sternenhimmel, den Wanderungen, der Spiritualität uvm. könnte man sicherlich noch viele Worte verlieren, auch wenn unsere Erfahrungen letztlich wohl kaum in Worte zu fassen sein werden. Unsere Sinai-Tour wäre aber kaum vorstellbar gewesen ohne die Beduinen, die uns für 10 Tage begleitet, sich um uns gekümmert, und bekocht und mit großer Gastfreundschaft und ihrer Herzlichkeit in der High Mountain Region aufgenommen haben.

"Wir werden während der ganzen Zeit von Beduinen des Gebeliya-Stammes begleitet, die in der Region um das Katharinenkloster beheimatet sind", so wurde es uns vor Abfahrt erzählt. Das wirkte beruhigend, schließlich kennen sich diese Menschen dort aus, auf der anderen Seite konnte man sich kaum etwas unter dem Begriff "Beduinen" vorstellen: Sind das nicht die Menschen, die fernab der Zivilisation wohnen, vom Rest der Welt nicht viel mitbekommen und noch so leben wie vor vielen hundert Jahren?
Ökotoilette auf beduinisch Diese Vorurteile konnten wir abbauen. "Unsere" Beduinen leben im Einklang mit der Natur, haben sich viele Traditionen und ein beeindruckendes Wissen bewahrt, das man in der Wüste zum Überleben braucht. Gleichzeitig haben sie feste Winterquartiere im St. Katharinendorf, benutzen Mobiltelefone genau wie wir und bekommen durchaus mit, was in der Welt los ist. Sie leben nicht schlechter, nicht weniger entwickelt als wir Europäer. Sie leben einfach nur anders. Und an viele Dinge kann man sich gewöhnen. Wo kein Wasser ist, da gibt es auch keine Wassertoilette. Unhygienisch? Ungewohnt! Wenn man den Tag über für die Toilettengänge das "Wadi" nutzte, sprich hinter einen Stein ging, war man am Abend glücklich, eine Ökotoilette zu haben, so dass man nachts den Beduinengarten nicht mehr verlassen musste.

Mit den knapp 10 Beduinen, die uns begleiteten, zogen auch Kamele mit, die unsere schweren Rucksäcke trugen, uns täglich mit frischem Wasser versorgten und auf denen wir ein Stück des Weges reiten durften, wenn wir selber nicht mehr laufen konnten. Kamele mit Gepäck und Mensch beladen Ein toller Anblick, wenn man die Hochebenen des Sinai vom Kamelrücken aus kennenlernt und dabei leise arabische Musik hört....

Kommunikation kann mitunter schwierig sein, wenn die eine Seite nur wenig Englisch, die andere Seite kein Arabisch spricht - aber da man ja nicht nicht kommunizieren kann (Watzlawick in Ehren), tuen es notfalls auch Hände und Füße. Dass wir uns dennoch gut verstanden haben, zeigt zum Bespiel das Fest, das wir am Abend nach unserem Wüstentag gefeiert haben: da wurden uns zu Ehren zwei Ziegen geschlachtet und in einem Sandloch zubereitet. Was auf uns zuerst leicht abstoßend wirkte, schmeckte am Ende doch sehr lecker und bescherte uns einen schönen Abend ums Lagerfeuer, bei dem die Beduinen sich auch dazu bereit erklärten einige ihrer alten Stammeslieder zum Besten zu geben. Ziege im Sand auf beduinisch Meistens gab es zum Essen aber Pita, Pita, Pita, Pita und Pita. Abends dann wahlweise Reis und Nudeln. Vor allem aber: Pita!

10 Tage mit Beduinen durch den Sinai. 10 Tage voll Freundlichkeit, voll Herzlichkeit und Gastfreundschaft. 10 Tage in deutsch-israelischen Hightechklamotten und beduinischen Schlappen. 10 Tage abends am Lagerfeuer mit der Aussage: Es gibt noch Suppe, Reis und Gemüse! 10 Tage mit beduinischer Pita zum Frühstück, zum Mittagessen und immer zwischendurch. 10 Tage in Beduinengärten, auf Kamelen, mit Sprachbarrieren und der Aufhebung dieser Barrieren durch ein Lächeln. 10 Tage helfende Hände, 10 Tage eine andere Kultur, 10 Tage Erfahrungen, die uns wohl fürs Leben geprägt haben. Und die Karawane zieht weiter....

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