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Grenzendurchbrechend

Nach einigen abwechslungsreichen Tagesausflügen in den vergangenen vier Wochen stand nun erstmals auch ein theologisches Schwergewicht auf dem Tagesprogramm: Unser Weg führte uns an diesem Tag nach Bethlehem.
Früh am Morgen aufgebrochen erreichten wir schließlich die Stadt im Westjordanland, die nicht viel mit jenem Ort gemein zu haben scheint, den der Prophet Micha in seinem Werk als „klein“ und vielleicht auch unbedeutend zu charakterisieren versucht hatte.
Den ersten offiziellen Termin an diesem Tag bildete, nachdem einige wenige Studenten bereits den direkten Weg in die Geburtskirche eingeschlagen hatten, eine Führung durch die Evangelisch-Lutherische Weihnachtskirche und eine Begegnung mit dem Gründer des Internationalen Begegnungszentrums in Bethlehem, Pastor Dr. Mitri Raheb, der uns einen kleinen Einblick in seine theologische Arbeit gewährte. Es war ihm in seinem kurzen Vortrag, der durch verschiedenste Fragen unsererseits unterstützt wurde, besonders daran gelegen, uns Studenten im Lichte einer kontextuellen Theologie aus der Sicht eines arabischen Christen zu berichten und unseren europäisch-theologischen Horizont zu weiten. Begegnung mit Dr. Mitri Raheb
Eine von der Mittagshitze begleitete Einführung in die Geschichte und Bedeutung der Geburtskirche stattete uns mit den wichtigsten Grundlagen aus, nun auf eigene Faust die Besonderheit der Geburtskirche sowie der Katharienenkirche zu entdecken, in die Geburtsgrotte hinunterzusteigen oder auch einen Moment im Kreuzgang der Franziskaner zu verweilen. Der Eingang der Grabeskirche
Mit einem gemeinsamen Besuch in der Milchgrotte ließen wir das Zentrum Bethlehems hinter uns und machten uns auf den Weg in das Kloster „Emmanuel“ der griechisch-katholischen Benediktinerinnen, das direkt an der Speeranlage gelegen ist. Ikone der Gottesmutter an der Speeranlage Die Schwestern begrüßten uns in ihrem Kloster mit einer eindrucksvollen und vielleicht sogar einzigartigen Geste der Gastfreundschaft und der Nächstenliebe: Jedem Anwesenden, der in diesem Moment dazu bereit war, sich auf das Geschenk der Schwestern einzulassen, wurden von den Gastgeberinnen die Füße gewaschen.
Eine besondere Geste im Schatten der Mauer, die das Potential in sich trägt, Mauern und Grenzen zwischen den Menschen zu überwinden.

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