Finden Sie was sie suchen...

Aktuelles aus dem Blog


angezeigt: 111 bis 120 von 291

291 Einträge wurden gefunden

Warum Engel 'political incorrect' sind

Manchmal steht man vor Fragen, deren bloße Existenz einen schon überrascht. Geschweige denn, dass man in der Lage wäre, eine Antwort auf sie zu finden.

Seit ein paar Tagen trage ich mal wieder eine solche Frage mit mir herum. Ausgelöst wurde sie durch eine Bibelstelle, und das ist für einen Mönch ja nicht die schlechteste Art, einer Frage zu begegnen. Dabei ist sie kirchenpolitisch nicht ganz ohne. Und das bedeutet nicht, dass ich mich in Diskussionen einmischen möchte, die zu führen ich als Priester gar nicht befugt wäre. Zumindest dann, wenn man ihre Konsequenzen bis ans Ende durchdenken (oder zumindest durchfragen) würde.

Meine Frage aber hat auch eine sehr alltagsbezogene Dimension, geerdet, könnte man sagen. Und auch das findet der Mönch sehr passend. Auch wenn wir als Mönche ja bekanntermaßen schon ein gleichsam engelgleiches Leben führen, bindet uns der heilige Benedikt doch auch immer wieder an das normale Leben mit seinen Grenzen und Möglichkeiten zurück. Und davon gibt es hier im Heiligen Land mehr als sonst wo. Zumindest habe ich manchmal den Eindruck…

Engel. – Das ist nun auch mein Stichwort – siehe Überschrift. Seit ein paar Tagen beschäftigt mich die Frage, ob Engel politisch korrekt sind. Nicht, ob sie selbst politisch korrekt sind, sondern mehr, ob sie sich politisch korrekt verhalten.

Konkret geht es um jene beiden Engel, die den Jüngern erscheinen, kurz nachdem Jesus vor ihren Augen in den Himmel aufgenommen wurde. Denn jene Frage, die sie den Jüngern stellen, haben wir an den Beginn unserer Einladung zur Klostereinweihung gestellt: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut ihr nach oben…? (Apg 1,11).
Pater Jeremias hat diesen Text auch ins Arabische übersetzen lassen, und hat die Einladungen mit der Übersetzung auch unseren Arbeitern auf der Baustelle gegeben. Doch als diese Männer, quer durch die Bank Galiläer, die Einladung studierten, wurde sie ganz schweigsam und betreten. Als Pater Jeremias dies merkte, fragte er nach…

„Dürfen wir denn unsere Frauen nicht mitbringen? Da steht doch nur etwas von den Männern von Galiläa…“

Über Basilius Alle Blogbeiträge von Basilius


Ohne Verbindung, damit verbunden werden kann

Sonntag und Montag war Großsperrung der Zufahrt zum See und zur Begegnungsstätte. Die Abwasserkanalisation und das Verlegen von zwei Leerrohren für Bewässerung und Reserveleitungen sind fast abgeschlossen. Auch die Leitungen zur großen Pumpe der Klimaanlage am Rand der Plantage werden verlegt.
Für die nächsten zwei Tage sind wir per Telefon und Internet nicht erreichbar, weil diese Leitungen neu verlegt werden. Mal nicht erreichbar zu sein, hat schon auch seine Vorteile. Man muss es nur aus dem richtigen Blickfeld sehen…
Im Innenhof geht es auf den letzten Schliff. Die nächsten Tage bis zum Einweihungsfest sind mit der Reinigung der Räume und Fenster ausgefüllt. Unsere Hundedame Ayla hat schon mal freiwillig das neue Kloster verlassen. Da sag nur einer, die Viecher wären dumm. Auch diese Geschöpfe haben ein Gespür!

Über Franziskus Alle Blogbeiträge von Franziskus


Ein Olivenwald zum Geburtstag!

Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Architekt Alois Peitz ward heute 80 Jahr. Mit einem Dankgottesdienst mit seinen Geschwistern, Verwandten und Freunden begann der Geburtstag am Morgen im Bambushain beim Pilgerhaus. So konnten die Festgäste mit dem Geburtstagskind dem Herrgott mit Dank sagen für 80 Lebensjahre, für alles Schöne und Erfolgreiche, aber auch für das Schwere im Leben, dass es tragbar war.
Um 11 Uhr erfolgte die eigentliche Gratulation mit Sektanstoß auf der Pilgerhaus-Terrasse.
Der Höhepunkt und der persönliche Wunsch des Architekten war die Pflanzung von acht Olivenbäumen am neuen Kloster. Einen Olivenbaum, auch 80 Jahre alt, pflanzte das Geburtstagskind mit. Die Pflanzaktion und die Bäume selbst schenkte Herr Peitz unserer Klostergemeinschaft. Das freut uns riesig und wir sagen ein ganz herzliches Vergelt‘s Gott!
Der Vorplatz des neuen Klosters gewinnt somit noch mehr an gutem Aussehen. Im Wind schien unser Wetterfisch geradezu freudig mit zu tanzen. Auf viele gute Jahre noch für Leib und Seele dem Architekten!

Über Franziskus Alle Blogbeiträge von Franziskus


Zuhause in einem fremden Land

Es gibt immer wieder Momente, in denen ich auch nach fast elf Jahren nochmal merke, dass ich ein Fremder in einem fremden Land bin – und wohl bleibe.

Ein solcher Moment ist der heutige Tag, an dem Israel seinen „Independence Day” begeht. 64 Jahre Staat Israel. Das ist freilich ein Grund zum Feiern. Und das tun sie auch, die Israelis, und zwar im ganzen Land. Pater Jonas und ich haben den Tag zu einem Ausflug in ein schwedisches Einrichtungshaus genutzt (die hatten ab 14.00 Uhr wieder ihre gelb-blauen Tore offen). Auf dem Weg dorthin haben wir viele, sehr viele Autos gesehen. Auf der Straße, natürlich, aber noch mehr an der Straße. Wo auch immer es geht, parkt man an diesem Tag an der Straße. Und dies nicht als Selbstzweck, sondern vielmehr deshalb, weil die Israelis offenbar ein Riesenvergnügen daran finden, an diesem Tag zu grillen. Am Straßenrand: in Parks, direkt an der Autobahn, auf jedem freien Fleck. Grills verschiedener Größer, Kühlboxen, Stühle, Tische, Sonnensegel, Schirme, Zelte – Kind und Kegel sowieso! Wer nicht fährt, parkt und grillt. Steaks am Straßenrand.
Ich gebe zu, ich bin kein großer Freund von Staatsfeiertagen. Was ich von dieser Art, einen solchen zu begehen, halte, weiß ich von Jahr zu Jahr immer weniger.

Ein ganz anderes Beispiel, das sich aber ebenfalls auf den Straßen meines Gastlandes abgespielt hat: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam ich von einer kurzen Dienstreise am Flughafen Ben Gurion an, wo alles sehr reibungslos verlief. Dass ich das erste Sherut (israelisches Sammeltaxi für zehn Passagiere), das ich bestiegen hatte, wieder verlassen musste, weil das Jaffa-Tor dann doch nicht auf der Route meines ersten Fahrers lag, ist eine Erfahrung, die wir auch schon häufiger gemacht haben: Nicht jeder Taxi-Fahrer mag wohl so gern in Richtung Altstadt fahren.
Gestaunt habe ich dann aber, als wir in Jerusalem durch Stadtteile mit den Namen „Unsdorf” und „Mattersdorf” gefahren sind. Die waren mir bislang unbekannt, und solche Entdeckungen gegen vier Uhr am frühen Morgen sind schon einigermaßen aufregend.
Doch es wurde noch aufregender. Denn als wir in die nächste Straße einfuhren, ein normales Jerusalemer Wohngebiet mit den üblichen Häusern, kleinen Vorgärten und eine auf beiden Seiten zugeparkte Straße, versperrte uns auch noch ein Müll-Auto den eh schon schmalen Weg. Die Besatzung bestand nur aus dem Fahrer und einem Müllmann, der sich mit den großen Containern abplagte. Soviel Hebräisch verstehe ich dann doch, dass sich mein Fahrer darüber lustig machte, dass da ein einziger mit dem Müll kämpfte. Das Lachen verging ihm aber, als der Kamerad die geleerten Müllcontainer halb auf der Straße, unserer Straße, stehen ließ. Es war immer noch eher vier als halb fünf, was meinen guten Fahrer aber nicht daran hinderte, zuerst mehrfach zu hupen, dann aus seinem Auto rauszuspringen und mitten in diesem Wohngebiet, halb in der Nacht, ein Riesengeschrei zu veranstalten: „Ma seh?!” – Was das sei? ist die wörtliche und hier auch höfliche Übersetzung, denn die wahre Intention und Emotion reicht tiefer...
Das kam auch bei seinem Gegenüber an. Denn der kam die Straße wieder lustlos zurück (das hätte ich auch nicht anders getan) und schubste die Container Richtung Straßenrand. Der letzte davon rutschte schon an unserem Sherut vorbei, als wir schon langsam über die dann einigermaßen freie Straße losfuhren. Die war aber leider abschüssig, so dass der Container rollte und rollte. Ich weiß nicht, wo oder woran er zum Stehen kam.

Ich jedenfalls kam doch noch gut und sicher am Zion an.
Welcome to the Holy Land!

Über Basilius Alle Blogbeiträge von Basilius


Arbeiten unter Hochdruck

Die Klostereinweihung rückt immer näher, und es wird mit Hochdruck gearbeitet. Die Abwasserkanalisation wird derzeit verlegt. Das erweist sich als besonders schwierig, weil Stromleitungen und andere Wasserleitungen recht planlos verlegt wurden .Und so kommen manche Unannehmlichkeiten dazu.
In zwei Mönchszellen und auch im Refektorium sind die Parkettböden nun geschliffen, geölt und poliert. Was tun, um Schäden zu vermeiden und die abgedeckten Fußböden zu schützen? – Bilder sagen da oft mehr als Worte und sind eine internationale Sprache: So erklärte P. Jeremias die Räume für die nächste Zeit zu „Gefahrenzonen“. Wie weit es wirkt? Wir sind nun mal im Orient.
Der Personen-Aufzug ist nun auch da. Im Klosterinnenhof wurden die Böden der Terrassen vor den unteren Zellen und vor der Rekreation verlegt. Auch die Wasserleitungen und die Bewässerung für den Innenhof sind installiert.

Über Franziskus Alle Blogbeiträge von Franziskus


Nach Ostern auf der Baustelle...

Die erste Osterwoche liegt hinter uns. Als ich das große Blech mit der Asche des Osterfeuers am Ostermontag wegräumen wollte, war die Glut noch nicht erloschen. Und so kam mir der Gedanke: So soll es mit Ostern auch gehen: Die Glut der Osterfreude möge nicht so schnell ausgehen, und das Feuer der Osterfreude immer wieder neu auflodern!
Osterfeuer in Tabgha (Bild: Bibelschule Freiburg). Wir haben mit über 200 Pilgern, Gästen, Volontären die Osternacht gefeiert. Jesus lebt und liebt. – Das kann ich gar nicht oft genug sagen und will damit nicht müde werden. – Die Propädeutiker vom Freiburger Priesterseminar gestalteten die Feier musikalisch mit.

Unsere Trierer Schreiner sind gestern wieder gekommen und verlegen in den nächsten zwei Wochen in den Mönchszellen und im Refektorium die Parkettböden.
In einer der Zellen sind Farbbeispiele angebracht, um zu sehen, wie der Anstrich aussehen soll. Im Oratorium ist der Steinboden mit Muster verlegt. Eine gewisse Feierlichkeit des Raumes macht sich schon breit im Anblick der Fenster und Raumarchitektur.
Heute Nachmittag planten P. Jeremias und ich mit dem Installateur die Bewässerungsanlage im Klosterinnenhof und im Außenbereich.
Der Olivenbaum im Innenhof hat mittlerweile kräftigst ausgetrieben, und unser Wetterfisch bewegt sich munter mit dem Wind und erfreut allen durch sein Dasein!

PS: Auf dieser Website haben die Freiburger Propädeutiker einige Bilder von der Osternacht eingestellt

Über Franziskus Alle Blogbeiträge von Franziskus


Wie auf dem roten Teppich

Nach fast elf Jahren in einem der schönsten Klöster der Welt (☺) bin ich ja einiges gewohnt an freiwilliger und weniger freiwilliger Interaktion zwischen Mönchsgemeinde und Besuchern... Den Tag heute kann ich mir aber rot im Kalender anstreichen, der hat seinen ganz eigenen Charme.

Als vorhin in der Messe (wir waren nur mit wenigen Brüdern und Studentinnen, also alle im Chorraum) gegen Ende des Hochgebets ein Franziskaner und ein Mann in Zivil die Kirche betraten hätte ich schon misstrauisch werden müssen. Denn eigentlich ist die Kirche in dieser Woche erst ab 9.00 Uhr für den Publikumsverkehr offen. Aber ich wollte mir da noch keine großen Gedanken machen. Hätte ich aber vielleicht besser.
Denn dann ging es Schlag auf Schlag, und wir hatten auf einmal 150 Menschen – gefühlte 1.000 bis 2.000 – in der Kirche: Ägypter zuerst, dann Kopten in schönen weißen, wallenden Gewändern, zwischendrin Spanier (und/oder Russen). Und so ziemlich jeder dieser Pilger hatte eine Kamera: Handy-Kamera, i-Pad (sorry für die deplatzierte Schleichwerbung!), normale Digitalkameras, Videokameras verschiedener Größen, davon eine sogar mit Extra-Scheinwerfer...

Trotz der engagierten Versuche unseres Diakons: Die Masse war nicht mehr zu stoppen und hat fotografiert und gefilmt, was das Zeug hielt! Unglaublich. Wer nicht selbst eine Kamera hatte, posierte für die Fotografierenden auf den Altarstufen und vor dem geschmückten Osterkreuz. Eine ältere Pilgerin hielt in der einen Hand ihren Stock, in der anderen ihre Kamera...

Klickklick, blitzblitzblitz... Jetzt kann ich zumindest näherungsweise nachempfinden, wie sich die Promis vorkommen, wenn sie über einen der berühmten roten Teppich dieser Welt laufen.

Bin ich froh, dass ich im Kloster bin...

Über Basilius Alle Blogbeiträge von Basilius


Gesegnete Ostern! Jesus liebt und lebt!

Ihnen liebe Leser und Leserinnen ganz herzliche Ostergrüße von uns allen! Mit den großen Drei Heiligen Tagen ist auch der Sommer gekommen und damit die erste große Wärme. Und von oben ist das Kloster nun schattiert mit dem fertig gedecktem Dach.
Im großem Osterlob, dem Exsultet, das mich immer aufs neue berührt mit großer Freude, heißt es in einem der Jubelverse: „O wahrhaft selige Nacht, dir allein war es vergönnt, die Stunde zu kennen, in der Christus erstand von den Toten. Weit vertreibt sie den Hass , sie einigt die Herzen.“
Am Osterfest, das für uns mit der Feier der Osternacht um 4.00 Uhr morgens beginnt, wissen wir uns mit Ihnen, mit allen unsren Wohltätern, und allen Lieben ganz besonders herzlich verbunden.
Die zentrale Botschaft: Das Grab ist leer, Jesus ist von den Toten auferstanden und er lebt! Möge diese Botschaft Sie und uns alle mit großer Freude erfüllen. Dazu kommt noch ein Ostergeschenk von Jesus: Er liebt jeden von uns, jeden einzelnen mit gleich großer Liebe, weil es eben nur die eine große Liebe Gottes gibt, die nicht nach Wenn und Aber fragt. Freuen Sie sich mit uns am Fest des Lebens und der Auferstehung. Christ ist erstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Jesus lebt und liebt. Frohe, gesegnete Ostern!

Über Franziskus Alle Blogbeiträge von Franziskus


Zeitenwende

Im Laufe eines Jahres gibt es immer wieder Abschnitte, die man als Zeitenwende bezeichnen kann, nicht nur und nicht einmal vor allem die letzten Dezember- und die ersten Januartage.
Für jetzt habe ich den Eindruck, dass sich gleich mehrere solche Zeitenwenden oder -übergänge überschneiden. Da ist zum einen das Ende des Studienjahres im Beit Josef. Gestern hatten die Studierenden den Abschlussgottesdienst. Ich konnte zwar nicht dabei sein, weil ich aktuell in Tabgha bin, doch das ist schon ein weiterer Zeitübergang, Zurück zum Studienjahr: Der Beginn und das Ende eines Kurses sind jeweils bemerkenswerte Einschnitte im Leben unserer Gemeinschaft auf dem Zion. Wir treten nun in eine Zwischenphase ein, ohne Studierende. Als der jetzt scheidende Kurs ankam, war unser neuer Abt erst seit wenigen Tagen im Haus; dass das Studienjahr nun beendet ist, zeigt mir auch an, wie lange Abt Gregory schon bei uns ist.
Tabgha: Der Klosterneubau neigt sich dem Ende zu, auch wenn längst nicht alles fertig ist. Und selbst bis zur Einweihung wird nicht alles fertig sein. Aber alleine der Umstand, dass alle möglichen Handwerker jetzt gleichzeitig vor Ort sind, während es über Monate alleine Khalil mit seinen Leuten war, die Stahl und Beton und Steine verbaut haben, zeigt, dass auch dieses Projekt dem Ende zu geht. Damit beginnt freilich für die Brüder hier zugleich eine neue, eine sehr neue Zeit - und es endet eine. Denn das Kloster, in dem ich jetzt noch sitze und diese Zeilen schreibe, wird dann zuerst leer sein, um gar nicht viel später abgerissen zu werden... Eine Zeitenwende ganz eigener Art.
Dann treten wir mit diesem Wochenende in die Heilige Woche ein. Sicher die prominenteste und wichtigste aller nur denkbaren Zeitenwende: Der Übergang vom Tod zum Leben, von der Sünde zur Barmherzigkeit und Freiheit im Angesicht Gottes. Diese Zeitenwende müssen und dürfen wir in jedem Augenblick unseres Leben leben. Und doch ist die alljährliche Wiederkehr der liturgischen Feiern in ihrer höchsten Form etwas ganz, ganz besonderes.
Vor diesem Hintergrund fällt eine andere, theoretisch denkbare Zeitenwende fast blass aus, so dramatisch sie auch sein könnte, wenn sie denn käme: Nach wie vor geistert auch in den Medien in Israel ein möglicher Angriff auf den Iran herum. Möglich, ja. Wahrscheinlich, ich weiß nicht. Sicher? Ich wette nicht, nicht mehr auf solche Dinge. Aber ich würde es für den Moment nicht ausschließen. Sollte er kommen, wäre es gewiss eine Zeitenwende.
Aber für mich als Mönch im Heiligen Land, als Mönch einer Gemeinschaft, die auf dem Zionsberg und am See Genezreth an ältesten Stätten christlicher Gemeinschaft lebt, als Mönch einer Gemeinschaft, die gerade ein neues Kloster bauen darf - als Mönch gehören solche Zeitenwenden auch dazu. Und sie werden umfangen von dem, der uns in einer Woche im Schein des Osterfeuer wieder zurufen wird: Ich der Anfang und das Ende.

Über Basilius Alle Blogbeiträge von Basilius


Dachbekrönung (Teil I)

Im Beisein von Architekt Peitz, unseren Arbeitern, den Schreinern der Firma. Annen, den Volontären und uns Mönchen brachte der Kunstschlosser den Wetterfisch mit Himmelsrichtungsanzeiger auf das Oratoriumsdach. Damit sich der Fisch gut nach dem Wind drehen kann, läuft das Gestänge auf einem Kugellager. An der Befestigungsstange musste noch geflext und geschliffen werden, damit das Ganze passt. Das nahm etwa zwei Stunden Arbeit in Anspruch. Mit einem leichten Regenschauer, dazu spannte sich über das Ganze ein herrlicher Regenbogen, war dann das Werk von Oben gesegnet!
Wir freuen uns über das gelungene Werk!
Weiterhin sind die Dachdecker dabei, den Westflügel des Klosters zu decken. Die Außenmauern des Kapitelsaal stehen, nun wird auch und die Decke verschalt.

Über Franziskus Alle Blogbeiträge von Franziskus