Finden Sie was sie suchen...

Aktuelles aus dem Blog


angezeigt: 111 bis 120 von 320

320 Einträge wurden gefunden

Der Herbst naht...

Zwar kann man hier im warmen Tabgha noch nicht viel von herbstlichen Temperaturen spüren, aber man merkt doch, dass eine ruhigere Jahreszeit beginnt.
Die einheimischen Gruppen waren für dieses Jahr schon fast alle zu Gast und so beherbergt Begegnungsstätte nur einige Einzelgäste.
Wir Volontäre haben deshalb nicht weniger Arbeit, denn die Begegnungsstätte muss winterfest gemacht werden.
Konkret heißt das: die Zelte wurden abgebaut bevor es regnete und auch sämtliche Bäume und Büsche wurden geschnitten.
Dort, wo die Zelte standen, kommen jetzt große Spielfelder zum Vorschein, sodass unsere Gäste Schach und Mühle spielen können. Schachfeld
Die unzähligen Äste, die wir von Bäumen und Büschen geschnitten haben wurden gehäckselt und auf dem "Beet" verteilt. Das "Beet" ist bei uns zu einem feststehenden Begriff geworden. Jede Generation von Volontären darf, oder viel mehr soll etwas Bleibendes erschaffen. Wir bearbeiten das "Beet". Noch vor einigen Wochen glich das "Beet" mehr einem Unkrautfeld. Jetzt können wir damit beginnen es zu bepflanzen. Das Beet im Prozess Unser "Beet" wird in der Mitte einen Sitzbereich haben, dieser soll von schattenspendenden Kletterpflanzen überdacht werden. Außerdem hat jeder von uns Volontären einen ganz eigenen Vorschlag eingebracht z.B Rosen, einen Mandelbaum, Kräuter, Flieder etc. Wie viel wir davon umsetzen können wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
Sicher ist aber, dass unsere Gäste ab dem Frühling einen neuen weiteren Platz haben werden, an dem man reden, singen und sich begegnen kann.

Über Carolin Alle Blogbeiträge von Carolin


Mit Sack und Pack

Mit Sack und Pack ging es gestern gen Tabgah, denn hier nächtigen wir während unserer zwölftägigen Galiläaexkursion. Nach Zwischenstops in Bet She'an, Hammat-Tiberias und Tiberias bezogen wir das Beit Noah, die Begegnungsstätte am See Genezareth.

Kreuz und See Genezareth im Dalmanutha Wer bis dahin noch Fragen hatte, wie diese Exkursion wohl ablaufen würde, war spätestens jetzt in Kenntnis gesetzt: morgens in den Bus einsteigen, bei den Steinen hinaus, die Steine anschauen, wieder in den Bus und weiter geht es. Ich hatte zwischenzeitlich mal das Gefühl, auf der chinesischen Tour "20 Städte Europas in 6 Tagen" zu sein. Doch auch jeder noch nicht ganz so stark archäologiebegeisterte Studienjährler dürfte spätestens nach den Ruinen von Bet She'an ziemlich beeindruckt gewesen sein - und jeder Leser wäre es vermutlich auch, wenn er die entsprechenden Fotos sehen würde, was er leider nicht kann, da das Hochladen von Bildern aufgrund des recht zögerlichen Internets einen regelrechten Kraftakt darstellt.

Den ausführlichen Bericht wird es deshalb also erst in zwei Wochen geben - nur so viel sei jetzt schon einmal gesagt: Uns geht es gut! Galiläa ist traumhaft schön und wir haben wunderbares Wetter, abends einen Pool zur Verfügung und ein bisher harmonisches Klassenfahrts-Feeling, was durch die Mehrbettzimmer und das Programm "Selbstverpflegung" noch unterstützt wird. So kann es durchaus weitergehen -vorausgesetzt, das heutige Experiment mit dem Titel "Wir machen Kaiserschmarn aus 1 Kg Mehl und 30 Eiern für ebenso viele Personen" gelingt....

Über Annika Alle Blogbeiträge von Annika


Gebt Ihr ihnen zu essen...

Seit Montag ist unser Kioskpächter Munir wieder zurück im „neuen“ Kiosk. Pilger, Touristen und sicherlich auch die Mönche verschmähen nicht das Eis und den Cappuccino, den Kaffee und die in einer Eismaschine eisgekühlten Getränke wie Eiskaffee und Früchtedrinks. Munirs Bruder Khalil bietet zur Zeit frisch gepressten Granatapfelsaft an.
Wir freuen uns mit ihnen über den „neuen“ Kiosk, der so manche Arbeit erleichtert und auch etwas Platz bietet zum Verweilen. So wird auch in dieser Form der Auftrag Jesu erfüllt: „Gebt ihr ihnen zu essen!“

Mit dem Ziegel gedeckten Dach fügt sich der Bau gut in das Gesamtgelände. Zur Zeit kommen etwa 50 Busse pro Tag. Neulich waren es sogar einmal 74.

Auf der Südseite des Klostergeländes wird der Trockenplatz für die Wäscherei gepflastert. Hier wird der Traum einer jeden Hausfrau in den Sommermonaten wirklich: Die Wäsche ist in kurzer Zeit trocken! Sie kann am selben Tag gewaschen, getrocknet und gebügelt werden.
In unsrer alten Bibliothek ist derzeit Br. Josef daran, die Bücher in Karton zu verpacken für die neue Bibliothek. Ich staune immer wieder was wir doch alles haben. Da zitiere ich dann schon mal den Apostel Paulus: „Sie haben nichts und haben doch alles.“

Mühsam ist jetzt, immer wieder die Handwerker zu bekommen, die die Endarbeiten ausführen und so manche Fehler beheben müssen, die selbst in einem Kloster nicht ausbleiben. Schließlich leben wir ja noch auf dieser Erde…

Über Franziskus Alle Blogbeiträge von Franziskus


Neues aus dem Beit Josef...

Neulich ist etwas Furchtbares passiert. Wir saßen gemütlich und lachend bei Taybeh und Goldstar im Seminarraum, um die Professorinnen Sattler und Nüssel zu verabschieden. Plötzlich sagte eine von ihnen: „Ich wünsche Ihnen noch schöne sechs Monate in Jerusalem.“
Wie, wo, was, sechs Monate? Waren das nicht mal viel mehr? Nur noch sechs Monate?? Die Zeit rast an uns vorbei. Da auch in den vergangenen Wochen einiges passiert ist und der letzte Blogeintrag schon wieder eine Weile zurückliegt, hier nun ein Kurzüberblick. Yalla!

Das Jahresthema unseres Studienjahres ist nun auch im Vorlesungssaal angekommen. Professor Gabriels Vorlesung „Religion und Moderne“ führte uns in Diskussionen, die in Jerusalem besonders greifbar sind. Was ist Religion überhaupt, wie lässt sie sich definieren? Führt die Moderne zwingend zu Glaubensrückgang und Säkularisierung? Und was ist überhaupt Moderne? Viele Antworten, noch mehr Fragen.

Dass Religion in Israel immer auch mit Politik zu tun hat, wissen wir inzwischen – auch dank Tamar Avraham. Mit ihr waren wir in Jaffa unterwegs, der alten Hafenstadt, in der der Prophet Jona an Bord seines Schiffes gegangen sein soll.
So erinnert man sich an die Jona-Geschichte... Jaffa war bis zur Gründung des Staates Israel eine arabische Stadt, zu diesem Zeitpunkt mussten viele Bewohner ihre Heimat verlassen und umsiedeln. Heute gehört Jaffa zu Tel Aviv, das, so sahen wir auf einem Modell, ursprünglich als Gartenstadt geplant war. Von diesem Plan haben wir zwischen all den Hochhäusern nicht mehr viel mitbekommen. Dafür ist der Strand wirklich wunderbar – und birgt nicht so viele spitze und scharfe Gefahrenquellen wie das Rote Meer...

Blick auf Jaffa

Mit Tamar waren wir außerdem in und um die Altstadt Jerusalems unterwegs. Wir besuchten Synagogen im jüdischen Viertel und ließen uns zeigen, wie die israelische Präsens sich in den arabischen Ostteil der Stadt ausweitet. Die Häuser der Siedler sind an den wehenden blau-weißen Flaggen sofort zu erkennen. „Juden dürfen überall in diesem Land wohnen“, hat uns eine junge Frau gesagt. In unser Nachbarschaft hat die Religion sehr konkrete Folgen für das Zusammenleben der Menschen...

Politisch ging es auch mit Gil Yaron weiter. Der Zeitungskorrespondent sprach mit uns über die Identität der Israelis: „Juden oder Hebräer?“ Wir gingen der Entwicklung des Staates Israel nach und rissen eine Menge von dem an, was heute aktuell ist: Beziehungen zu Deutschland, Atom-U-Boote, Siedlungen, die UN und das Völkerrecht. Schon verrückt, dass Theodor Herzl sich als Sprache des „Judenstaates“ Deutsch hätte vorstellen können...
Diskussionen mit Gil Yaron... Ihr seht, wir sind hart am Arbeiten. Zur Zeit hören wir außerdem noch Vorlesungen über das Zweite Vatikanische Konzil und den Talmud - und ganz allmählich bereiten wir uns seelisch auch schon auf die kommende Galiläaexkursion vor.

Aber keine Sorge, ein bisschen Freizeit bleibt uns auch noch. Wenn meine Facebook-Informanden Recht haben, dann schneit es heute in Süddeutschland. Wir fahren morgen jedenfalls an den Strand von Tel Aviv. Das ist doch auch ganz nett.

Über Lukas Alle Blogbeiträge von Lukas


Zwei Tage Regen und 4,5 Millionen Steinchen

Soeben schaut fast der Vollmond in mein Fenster herein und der gleiche Mond scheint auch bei Ihnen liebe Leser/innen auf Ihr Zuhause. Und ich schicke mit den Mondstrahlen so manche Gebete für all unsre Lieben. So dürfen Sie sich mit uns verbunden wissen.

Die letzten zwei Tage hatten wir den ersten kräftigen Regen. Alle Dächer des Klosters, die Luft und alles Gewächs ist fürs erste entstaubt. Die Abwasserkanalisation des Regenwassers, das ja getrennt vom anderen Abwasser in die Natur zurück gegeben wird, hat die Probe gut bestanden. Es klappt!

Dann muss ich noch etwas berichtigen: Der Mosaikbodenleger Wolfgang Kuhn hat sich die große Mühe gemacht, die Bodenflächen in der Kirche, welche mit Mosaiken bearbeitet sind, den Anbetungsraum und Sakristei zu vermessen und hat somit die Steinchen gezählt. Die Bilddarstellungen haben zum Teil auch kleinere Steinchen. So ergab sich die Summe von etwa 4.522.200 Mosaiksteinchen. Die mir überlieferte Zahl von 11 Millionen stimmt also nicht.

Im übertragenen Sinne möchte ich hinzufügen: Jeder Mensch ist ein Mosaikstein in der Gesamtschöpfung und jeder Mensch ist auf seine Weise kostbar. Wenn alle sich um den Frieden mühen, der aus der Liebe wächst, gibt es eine große Liebe, die Gott gefallen kann. Wir können seine Größe zwar nicht mehren, aber sie dient uns zum Segen und zum Heil, wie es so schön in einem Hochgebete heißt.

Über Franziskus Alle Blogbeiträge von Franziskus


Was kommt da auf uns zu?

Die Überschrift dieses Blog stammt von einem Beitrag der online-Ausgabe der F.A.Z. dieser Tage. Der Beitrag von Marcus Jauer macht zumindest nachdenklich. – Kommt da wirklich etwas auf uns zu? Jauer gibt natürlich keine Antwort. Und ich gebe auch keine. Ich bin Mönch, weder Unheilsprophet noch Immobilienmakler, der seine Häuser und Wohnungen los werden will.

Zumal: Seit Jahren spricht man hier im Heiligen Land immer wieder von Krieg, einem großen Krieg. Man, das sind mal die Einheimischen gleich welcher Religion oder Sprache, mal ausländische Journalisten, mal unsere Verwandten und Freunde in Europa, die besorgt nachfragen. Gekommen ist bisher noch nichts. – Nichts ist natürlich untertrieben, wenn man Tag für Tag die Meldungen in den Zeitungen und im Internet verfolgt. Das Heilige Land und die ganze Region sind und bleiben eine Region der Gewalt und des Leides. Das begleitet uns im Alltag hier, manchmal allzu alltäglich. Oft aber einfach und vor allem im Gebet.

Der große Knall aber ist – dem Ewigen sei Dank! – bislang ausgeblieben. Ob daran die anstehenden Wahlen in den USA und in Israel etwas ändern? Um ehrlich zu sein: Ich will es mir im Moment nicht ausmalen. Die politische Kaste hier im Land sehe ich durchaus kritisch. Aber ich hoffe und baue auf die die vielen Menschen, die (zum Beispiel) den Krieg nicht wollen, die eine friedliche und gerechte und freie Gesellschaft wollen. Wie viele Europäer habe auch ich eine deutliche Präferenz, wenn ich auf die Präsidenten-Wahl in Amerika schaue. Und auch hier hoffe und baue ich auf die Vernunft und den Gestaltungswillen der Menschen.

Denn was auf uns zukommt, das liegt auch an uns. Nicht nur. Wir haben, Gott sei Dank, nicht alles in der Hand. Das müssen wir manchmal schmerzhaft erfahren und immer wieder neu lernen.

Wenn uns Jesus immer wieder zu Wachsamkeit ermahnt, wie in den Tagesevangelien dieser Woche, dann bestimmt nicht als bloßen Selbstzweck. Und wenn ER uns heute mahnt, die Zeichen der Zeit zu sehen und zu deuten, dann gewiss, um Schlussfolgerungen daraus zu ziehen und entsprechend zu handeln. Das gilt für jeden Tag. Es geht um Vergebung und Versöhnung. Die, die man gibt, und die, die man empfängt. Wenn wir dazu immer neu bereit sind, dann können wir wohl auch mit dem umgehen, was da auf uns zukommt.

Über Basilius Alle Blogbeiträge von Basilius


Bauabnahme und Mosaiksteinchen

Heute sind unsere beiden Architekten angereist.
In den nächsten Tagen ist die Bauabnahme des neuen Klosters: Elektrik, Steinarbeiten, Personenaufzug und vieles andere wird überprüft. Wolfgang Kuhn am Werk. Und dann müssen möglichst schnell die Mängel behoben werden.

In der Kirche ist für die nächsten Wochen wieder der Mosaikbodenleger Wolfgang Kuhn am Werk mit Sanierungsarbeiten.
Wenn die vielen Steine reden könnten, sie würden bestimmt aufjubeln. Wir schätzen Wolfgang Kuhn. Er war bereits bei der Verlegung Bodens vor 30 Jahren dabei und kennt somit fast jedes Steinchen: Geschätzte etwa 11 Millionen!

Über Franziskus Alle Blogbeiträge von Franziskus


Es geht langsam voran, aber das mit Freude!

Aus dem Klosterneubau gibt es momentan vor allem zu berichten, dass die Inneneinrichtungen schleppend voran gehen...
Zum einen gibt es Lieferschwierigkeiten und zum anderen liegt es an den Handwerkern. Wir sind eben im Orient.

Im alten Kloster wird die Bausubstanz immer schlechter, und auch an den Einrichtungen ist zu merken, dass bald das Ende des Gebäudes naht. Selbst die Beleuchtungen wollen schon nicht mehr ihren Dienst tun.
Der renovierte Kiosk in Tabgha. Erfreulich ist: Der Kiosk am Busparkplatz ist von außen her nun fertig und fügt sich gut in das Gesamtgelände ein. So kann auch im Kiosk die Inneneinrichtung erfolgen.
Mit dem Beginn des neuen Kirchenjahres zum ersten Advent hoffen wir alle, im neuem Kloster zu sein. So nach und nach wird schon in den Mönchszellen eingeräumt. Selbst ich habe damit begonnen und irgendwie freue ich mich schon auf das neue Zuhause.

Und ich will mal ganz persönlich bei dieser Gelegenheit allen Spendern, Freunden und Wohltätern unseres neuen Klosters ein ganz herzliches Vergelt‘s Gott sagen und ich versichere Ihnen: In meinem privatem Gebet sind Sie nicht vergessen. Gott behüte und segne Sie alle!

Über Franziskus Alle Blogbeiträge von Franziskus


Evangelisch? Katholisch? Ökumenisch!

Wir sind ein theologisches Studienjahr, ein wissenschaftliches Studienjahr, ein deutschsprachiges Studienjahr, ein durch den Sinai wanderndes und die Jerusalemer Altstadt erkundendes Studienjahr, ein Zitronenschnittchen bevorzugendes Studienjahr, ein singendes Studienjahr, ein diskutierendes Studienjahr, ein witziges und viel lachendes Studienjahr, ein betendes Studienjahr, ein tanzendes Studienjahr, ein Sierra-madre liebendes Studienjahr, ...
Wir sind ein ökumenisches Studienjahr. Bums. Da ist es, dieses Wort. Ökumene. Immer wieder begegnet es uns, immer wieder müssen wir uns fragen: was ist das eigentlich - Ökumene? Schnell stand fest, was es nicht bedeuten kann: Die wir-haben-uns-alle-ganz-arg-lieb-und-vergessen-einfach-was-war Mentalität, eine ist-doch-egal-wir-glauben-doch-eh-alle-das-gleiche Einstellung und die wenn-wir-nur-zusammen-Eucharistie-und-Abendmahl-feiern-ist-alles-gut Ansicht. Stattdessen bemühen wir uns immer wieder, uns gegenseitig kennenzulernen, um Ökumene leben zu können, die in einem sich gegenseitig anerkennenden und respektierenden Dialog besteht - dessen Ziel nun was ist? Wenn wir das nur wüssten. Als Theologiestudierende müssen wir uns nun einmal auch mit den Dingen auseinandersetzen, die anderswo als theologische Spitzfindigkeiten bezeichnet werde. Darum kommen wir nicht herum.
Abendmahl und Fußwaschug... Mit Frau Prof. Nüssel und Frau Prof. Sattler beschäftigten wir uns im letzten Vorlesungsblock ausführlich mit Abendmahl und Eucharistie und den Chancen für eine gemeinsame Tischgemeinschaft. Dieser Dialog muss dringend weitergeführt werden.

Die letzten zwei Tage hatten wir zwei von uns Studenten selbstorganisierte Studientage.
Könnte das mit der Ökumene nicht einfacher sein? Ist nicht eine Seite sturer als die andere? Warum halten die Katholiken so am Papst, die Protestanten so an Luther fest? Was ist eigentlich unser kirchliches Selbstverständnis? Und was hat das eigentlich mit der Heiligenverehrung auf sich? Ist ein Gottesdienst ohne Predigt unvollständig? Fragen über Fragen. Während die Protestanten den Mittwoch mit der allseits bekannten Fernsehsendung "Pro TV - die Sendung mit dem Schwan" gestalteten, in der Fragen rund um die evangelischen Kirche auf mitunter höchst kreative Weise beantwortet wurden, eröffneten die Katholiken am Donnerstag, dem 50-jährigen Jahrestag der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils, das I. Ökumenische Konzil auf dem Zionsberg. Wir diskutierten, diskutierten, diskutierten. Tauschten Informationen, Vorurteile, Emotionalitäten, Unverständnisse, Ver- und Bewunderungen und Gemeinsamkeiten aus. Befinden uns in einem langen Prozess. Haben einen Ökumenischen Arbeitskreis für die Fortdauer unseres Studienjahrs gegründet. Diskutierten weiter. Ja, und das Ergebnis?
"Alle sollen eins sein" (Joh 17,21), spricht der Herr. Das ist Auftrag genug, doch für uns steht auch fest: Wir sollen nicht nur eins sein, wir wollen es auch!

Über Annika Alle Blogbeiträge von Annika


Sukkot

Mein Name ist Carolin Willimsky. Ich bin dieses Jahr (2012/13) Volontärin in Tabgha, dabei werde möglichst regelmäßig diesen Blog schreiben.

Wir, die neue Volo-­‐Generation, sind seit zwei Monaten vollständig und arbeiten auf der Begegnungsstätte, die seit unserer Ankunft fast durchgehend ausgebucht ist. Es gibt also viel zu tun. Unser bisheriger Höhepunkt war der gemeinsame Besuch einer israelischen und einer palästinensischen Gruppe.

Letzte Woche haben wir Sukkot gefeiert. Besser gesagt, wir waren eingeladen Sukkot zu feiern, denn zu diesem Zeitpunkt besuchten uns die Gruppen Kfar Tikva und Lifegate. Kfar Tikva ist ein Dorf für Menschen mit Behinderung in der Nähe von Haifa, Lifegate ist eine palästinensische Behinderteneinrichtung bei Bethlehem.
Seit einigen Jahren kommen diese beiden Gruppen gemeinsam, um bei uns auf der Begegnungsstätte Sukkot zu feiern.

Sukkot 2012 in Tabgha. Sukkot 2012 in Tabgha. Einen ganzen Tag verbrachten wir damit, die Sukka zu bauen und uns dabei besser kennenzulernen. Eine Gruppe bemalte Steine, eine andere bastelte Girlanden und eine dritte Gruppe baute die Laubhütte.
Abends aßen wir alle zusammen in der Hütte, tanzten, sangen und spielten gemeinsam. Und auch an den anderen Tagen war die Stimmung gut.
Alles schien so selbstverständlich: die gemeinsamen Mahlzeiten, das Programm mit Bastelaktionen und Sport, das gemeinsame Singen und Tanzen.

Doch hier in Israel ist es eigentlich gar nicht so selbstverständlich, dass Israelis und Palästinenser so unbeschwert miteinander umgehen und Spaß haben. Oft sind zu viele Vorurteile im Weg.
Gerade für unsere Gäste ist die Sorglosigkeit und Leichtigkeit von Tabgha wohltuend. Denn hier auf der Begegnungsstätte begegnen wir uns als Menschen und nicht als Völker.

Über Carolin Alle Blogbeiträge von Carolin