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Wider Widerstände (11. Tag)

Unser Foto heute stammt vom See Genezareth. – Dunkle Basaltblöcke, wie sie seit alters her den Menschen hier als Baumaterial für ihre Häuser dienen und die Wellen des Sees unter dem Meer.

Am See Genezareth (Foto: Johannes M. Oravecz OSB). Aber von einem Weg kann keine Rede sein. – Obwohl, auch in der Bibel lesen wir ja schon vom Volk Israel, wie es trockenen Fußes seinen Weg durch die Fluten findet.

Doch in der Tat, wenn wir unseren Weg suchen, stoßen wir durchaus auf Widerstände. Solche, die wie Basaltfelsen da liegen. Zu schwer für uns, um sie aus dem Weg zu räumen: Beziehungsprobleme zu Menschen, die uns eigentlich wichtig und wertvoll sind; gesundheitliche oder berufliche Probleme; Schicksalsschläge welcher Art auch immer. – Oder solche, die auf uns einstürzen wie große Wellen und die uns umzuwerfen drohen: Trauer und Schmerz, Enttäuschungen, Einsamkeit, Ohnmacht.

So oder so, es geht nicht wirklich weiter. Dabei wäre es uns manchmal vielleicht sogar recht, wenn dann wirklich nichts mehr weiterginge. Aber oft treffen die Kräfte dann zusammen wie die Wellen auf die Basaltblöcke, und die Energie entlädt sich…
Die Basaltfelsen und die Wellen, die gegen sie anstürmen. – Und wo ist der Weg?

Wir sind am See Genezareth, und dort hat auch Jesus Seinen Weg gefunden. Nicht durch das Wasser, aber über das Wasser. – Wir können unsere Sorgen, unsere Nöte, unsere Widerstände nicht immer zur Seite schieben wie damals die Fluten des Roten Meeres. Denn irgendwann stürzen sie auch wieder zusammen und bringen vielleicht andere zu Schaden, die mit unserem Kummer gar nichts zu tun haben.

Wir müssen unsere Widerstände schon ernst nehmen. – Denn auch über das Wasser zu gehen, bedeutet nicht, darüber hinweg zu gehen. Es meint vielmehr, die Wege des Glaubens zu suchen, für sie offen zu werden und sie dann in Glaube, Hoffnung und Liebe treu und vertrauend zu beschreiten: dem Herrn Seinen Weg bereitend.

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Ein natürlicher Weg (10. Tag)

Diese Jungs (und Mädels) brauchen keine Wege, zumindest keine vorbereiteten. Sie finden und teilen ihre Wege, teilen sie einander mit… und kommen ans Ziel.

Unterwegs... (Foto: Hannes Wehinger). Die Impulse, die wir für unser Thema „Bereitet die Wege“ daraus ziehen können, sind im Grunde recht offensichtlich: Keiner von ihnen tut es für sich alleine, sie arbeiten alle für die Gemeinschaft, in der alle irgendwie aufgefangen sind. So kann auch jeder für sich selbst sehr viel mehr schultern und tragen, als er vielleicht denkt. Und sollte es doch einmal zu schwer sein, dann packen eben die anderen mit an.
Den Weg bereiten sie so alle gemeinsam. Bringen das, was sie an Nahrung und Baumaterial brauchen, über weite Strecken in ihren Bau. – Selten habe ich beeindruckendere Ameisenstraßen gesehen als hier im Heiligen Land, z.B. auch durch unseren Garten in Tabgha.

Das alleine wäre ja alles schon ein schönes Bild für die Kirche im Advent, in der Vorbereitung auf das Kommen des Herrn: Füreinander und miteinander!

Aber es lohnt sich noch ein weiterer Blick auf unsere Ameisenstraße: Auch wenn sich das Bild „Ameisenstraße“ recht militärisch anhört, und bei Biene Maja & Co. ja auch entsprechend in Szene gesetzt wird: In der Realität hat es herzlich wenig mit Drill und Uniform zu tun. Auch wenn die Ameisen insgesamt sich auf ihrem Weg zwischen Start und Ziel hin und her bewegen, so ist doch jede einzelne durchaus auch einmal kreuz und quer unterwegs. Sie marschieren eben nicht in Reih und Glied und im Gleichschritt, tanzen vielleicht sogar einmal aus der Reihe… Und doch kommen sie an…

Auch ein Bild dafür, was eine Kirche auf dem Weg zu ihrem Herrn ausmachen könnte, oder?

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Vom Gestalten. Teil II. (9. Tag)

Ja, wenn es darum geht, Wege zu bereiten, sind wir nicht nur aufgefordert, sondern auch befähigt, das je Unsere dazu beizutragen und zu gestalten. Die Bahai-Gärten in Haifa mögen ein Bild dafür sein, wozu wir in der Lage sind.

Noch einmal die Bahai-Gärten in Haifa (Foto: Christian Schindler). Doch das ist kaum alles… Hebt man den faszinierten Blick über die Gartenanlage weiter an, so sieht man in ihrer Fortsetzung zuerst die Häuser der German Colony. Und geht der Blick noch weiter, rutscht er ganz schnell über die Hafenanlagen hinaus auf das Meer und zum Horizont.
Hier gilt nun beides: Für unser Gestalten gibt es einerseits gewissermaßen keine Grenzen; wer am Meer steht, für den öffnet sich so vieles. – Und andererseits ist eben dieser Horizont auch unerreichbar…

Was immer wir auch tun können, so viel auch immer wir gestalten mögen: Alles geht nicht. Es gibt diesen Punkt, an dem wir uns in jenes große Ganze einordnen müssen, das nur der Herr alleine in Händen halten kann.
Aber hat man dies erst einmal erkannt und hat es angenommen, so gewinnt unser Gestalten einen ganz anderen Wert. Denn wir dürfen uns dann sicher sein, dass es in jedem Fall einen Weg zum Herrn öffnen möge. Das Gute, das wir tun, so lehrt uns Mönche der heilige Benedikt, das sollen wir Gott zuschreiben. Das ist keine Abwertung der eigenen Leistungen und Fähigkeiten und Begabungen, das erdet und begründet sie vielmehr, das lässt sie nicht ins Leere laufen.

Dort, wo für uns der Horizont unerreichbar erscheint, dort wartet der Herr schon auf uns.

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Vom Gestalten. Teil I. (8. Tag)

Wege bereiten, das kann sehr verschieden aussehen. Am Anfang wird man in jedem Falle Unebenheiten ausgleichen, also auffüllen und abtragen, wo es nötig ist. Vielleicht auch einmal eine Brücke, oder eine Abstützung eines abschüssigen Wegrandes. Man wird sich dann auch Gedanken um die Befestigung machen, ihre Belastbarkeit, ihre Reaktion auf Wasser… Andere Wege wird man schmücken und dekorieren, wie den Weg eines Brautpaares durch die Kirche und aus ihr hinaus...

Der Bahai-Garten in Haifa (Foto: Christian Schindler). Unser heutiges Bild hat all das in sich vereint: Es ist ein Ausschnitt der Bahai-Gärten in Haifa. Eine geradezu unglaubliche Parkanlage, die sich den Karmel hinunter bis fast ans Meer zieht. Als die Bahai mit der Anlage vor hundert Jahren begannen, war es ein Berghang wie so viele andere im Heiligen Land. Heute ist der Garten entlang seiner Mittelachse ein Meisterwerk der Geometrie und Gestaltung.
Wege und Stufen, Blumen, Büsche und Bäume, Wasserspiele und geometrische Figuren geben ein Zeugnis davon, wozu der Mensch mit seinen Gaben und Talenten, mit Arbeit und Fleiß, mit Treue und Disziplin in der Lage sein kann.

Dem Herrn die Wege zu bereiten, das bedeutet eben auch, dass wir es nicht nur sollen und müssen, sondern dass wir es dürfen und können! – Jeder von uns hat etwas mitbekommen für seinen Lebensweg, das er auch einsetzen kann, um dem Herrn den Weg zu bereiten, um dem Herrn entgegen zu gehen!

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Überflieger?!? (8. Tag)

Gestern haben wir uns zu dem einsamen Vogel auf dem Dach gesellt, der nach Gott rief und schrie. – Heute begleiten wir den Vogel gewissermaßen in sein ureigenes Metier, die Luft. Praktisch brauchen wir dazu zwar ein Flugzeug, aus dem dieses Foto aufgenommen ist, aber die Perspektive dürfte zumindest ähnlich sein.
Vogelperspektiven (Foto: Hannes Wehinger) Das Foto entstand also beim Landeanflug auf das Heilige Land. Diese Perspektive verschafft einem einen gewissen Überblick. Umfassender als unsere normale Perspektive und spannender als der Blick auf eine Landkarte. Man kann die natürliche Form der Landschaft erkennen: Hügel und Täler, ein geschwungenes Flussbett, Felsformationen im Vordergrund und größere Berge im Hintergrund. Und man sieht auch die Eingriffe des Menschen: Ein Weg, der die Linien des Flussbettes und der Hügel durchschneidet und eine Art Siedlung, die mit ihren Linien und Richtungen noch fremder und surrealer wirkt in dieser Landschaft. Und doch gehört auch sie dazu, hat im wahrsten Sinne des Wortes ihren Ort in dieser Landschaft.

Mein Vater war Straßenbauer, näherhin Vermessungsingenieur. Bevor nämlich eine neue Straße gebaut werden kann, muss das Gelände vermessen und verzeichnet werden. – Man könnte also annehmen, wenn wir im Advent aufgerufen sind, dem Herrn die Wege zu bereiten, dass man auch dann einen gewissen Überblick braucht über das eigene Leben. Damit man um die Flussbetten weiß und die kleinen Hügel und die großen Berge, die Täler und die Felsbrocken, und damit man auch die Spuren des Lebens selbst, die beabsichtigten Eingriffe und die Unfälle und Schicksalsschläge kennt.
Dann könnte man wohl wissen, wie und wo dieser Weg für den Herrn zu verlaufen hat. Könnte!

Alleine, diesen Überblick bekommen wir eigentlich eher selten. Wir fliegen nicht wie ein Vogel über unser Leben, wir stehen und gehen mitten hindurch. – So gesehen bedeutet dann, Wege bereiten, Ihm entgegen zu gehen, durch die Täler und über die Hügel, durch bewusste Entscheidungen und Schicksalsschläge – in jedem Fall aber in Hoffnung und Vertrauen, in Neugier und Freiheit!

…fast so, wie ein Vogel in der Luft!

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Das Dach liegt am Weg vom Himmel zur Erde (6. Tag)

Zugegeben, unser heutiges Foto könnte fast überall auf der Welt aufgenommen sein. Ist es aber nicht, es stammt ebenfalls aus dem Heiligen Land. Doch es hat mich an einen Psalmvers erinnert, und die Psalmen wurden ja nun einmal hier verfasst. Dass sie überall auf der Welt gebetet werden und viele ihrer Bildworte sich überall auf der Welt erschließen, spricht für diese alten Gebete.

...wie auf dem Dach ein einsamer Vogel (Foto: Hannes Wehinger). „Ich wache und bin verlassen“, sagt der Beter in Psalm 102,8 und fährt fort: „wie auf dem Dach ein einsamer Vogel…“ – Auf den ersten Blick versteht man das Bild, kann es sich gut vorstellen. Lässt man es aber etwas sacken, wird es merkwürdig. Was tut ein einsamer Vogel auf einem Dach? Warum fliegt er nicht zu seinen Artgenossen? Kann er nicht mehr, will er nicht mehr, darf er nicht mehr? Und warum ausgerechnet ein Dach? Würde man einen Vogel nicht, wenn schon einsam und verlassen, auf einem Baum vermuten?

Unser Beter jedenfalls identifiziert sich mit genau diesem einsamen Vogel auf dem Dach, um seinem Hilfeschrei an Gott Nachdruck und Dramatik zu verleihen. – Da sitzt einer richtig tief in einem der Abgründe, von denen wir gestern sprachen. Aber er gibt nicht auf, gibt sich nicht auf, gibt nicht die Hoffnung auf Gott nicht auf. In seiner Einsamkeit, in seinem Fremdsein auf dem Dach weiß er, dass es da einen gibt, der ihn nicht einsam lassen wird, der ihn nicht fremd sein lassen wird.

Er ruft nach dem, Der sich schon auf den Weg in unsere Fremdheiten und Einsamkeiten gemacht hat: „Neige dein Ohr mir zu am Tag, da ich rufe, eile und hilf mir!“ (Psalm 102,3) – Und Gott neigt sich, kommt in unsere Welt und wird Mensch unter Menschen. Wenn Er so zu uns herabsteigt, kommt Er gewiss auch am letzten einsamen Vogel auf einem Dach vorbei und nimmt ihn in Seine Arme. – Wir müssen nur den Mut haben, Ihn wirklich zu rufen!

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Unser „Wetterfisch”

Zurzeit sind unsere beiden Architekten Alois Peitz und Hubertus Hillinger bei uns. Sie haben uns für das Dach des Oratoriums einen „Wetterfisch“ mitgebracht. Es ist eine sehr schöne Handwerksleistung vom Schlosser und Schmied Klaus Unterrainer aus Trier.

Der „Wetterfisch” noch in der Werkstatt. Als Vorbild für den Fisch diente unser Mosaik vor dem Altar in der Brotvermehrungskirche. Der Fisch als religiöses Symbol ist etwas ganz Frühchristliches. In der Christenverfolgung erkannten sich die zum Christentum gehörigen Menschen, indem sie einen Fisch als Erkennungszeichen hatten. Dazu schrieben sie in Griechisch die Anfangsbuchstaben ihres Christusbekenntnisses: ICHTHYS, was heißt: J esus Ch ristus Th eou (Gottes) Y ios (Sohn) S oter (Retter).
So dürfen auch wir Christus als den wissen, der über allem und alles ist.

Unser Wetterfisch ist vom Wind abhängig, in welcher Richtung er schauen darf. Jesus ist von nichts abhängig. Er sieht alles und liebt alle. Wir freuen uns alle über den schönen Fisch und wollen unsere Freude daran auch Sie, liebe Leser/innen, spüren lassen!

PS: Im Trierischen Volksfreund gab es in dieser Woche auch einen eigenen Artikel über unseren Fisch.

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Advent, Advent

Letzten Sonntag begann die Adventszeit. Obwohl es hier ungewöhnlich warm und sonnig ist, kommt bei uns so langsam Adventsstimmung auf. Es wurden bereits Plätzchen gebacken und ein erster gemeinsamer Adventsnachmittag mit Glühwein, Plätzchen und Weihnachtsliedern veranstaltet. Im Vorlesungssaal hängt ein Adventskalender mit liebevoll genähten Säckchen von der Decke. Der Nikolaustag und die Weihnachtstage werden fleißig geplant. Wir sind voller Vorfreude auf die kommende Zeit und auch gespannt, wie sich Weihnachten in Jerusalem "anfühlen" wird.

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Weil Trauer auch befreien kann (5. Tag)

Wir bleiben bei unserer kleinen Bilderreise durch das Heilige Land in Yad Vashem. Denn dieser Ort ist wie kaum ein anderer in diesem Land auch ein Ort der Trauer und der Erinnerung. Nicht nur an das Böse, zu dem Menschen fähig sind. Sondern mehr noch an die Menschen, die getötet wurden. An die Wege, die nicht mehr gemeinsam weitergegangen werden konnten.

Ein Licht in der Finsternis (Foto:Sebastian Heide). In der Halle der Erinnerung, dem Herzstück der Anlage, brennt diese Fackel. Unzählige Menschen kommen Jahr um Jahr hierher, Präsidenten und Minister, auch Johannes Paul II. und Benedikt XVI. – Wir Menschen brauchen Orte der Erinnerung und der Trauer. Nur von ihnen aus, können wir auch neue Wege einschlagen, können uns selbst für neue Wege bereiten.

Das trifft gewiss auch für den Rückblick auf ein Jahr zu: Wir mussten uns von Menschen verabschieden. Durch den Tod. Durch eine Trennung im Streit. Durch die Kurven und Abwege des Lebens. – Oder einfach auch, weil etwas ganz normal und natürlich zu Ende ging: Eine gemeinsame Ausbildungszeit, eine Reise und schöne Orte, eine Dienstzeit, ein gemeinsames Engagement in einem Verein…
Es gibt im Laufe eines Jahres manchen und manches, von dem wir uns – auch im Guten – verabschieden müssen. Darüber leichtfertig hinweg zu gehen, würde uns als Menschen nicht ernst nehmen. Die letzten Tage im alten Kalenderjahr können deshalb auch für uns persönlich ein Ort der Erinnerung und der Trauer sein.

Besonders in diesen dunkleren Tagen des Jahres zünden wir gerne Kerzen an. Wenn wir heute eine oder mehrere anzünden, könnten wir es genau in diesem Sinne tun: In der Erinnerung an und vielleicht in Trauer um diejenigen Menschen, Orte, Dinge, Erfahrungen, von denen wir uns in 2011 verabschieden musste. – Aber auch in der Hoffnung auf neue Wege, die uns das Licht dieser Kerze zeigen möge!

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Steile Felsen. Durchbrochene Mauern. Ruinenhaftes. – Würde man oben stehen, würden sich alleine durch die Fels- und Wandformationen Abgründe auftun.

Abgründe. (Foto: Sebastian Heide) Abgründe tun sich aber vor allem durch die Bedeutung dieser Felsen und Wände auf: Das heutige Foto stammt aus dem Tal der Gemeinden in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hier in Jerusalem. Ein wahrer Irrgarten von Gängen und hohen Steinwänden. Auf den bearbeiteten Steinflächen eingraviert stehen in lateinischen und hebräischen Buchstaben die Namen jener jüdischen Gemeinden Europas, die in der Shoa ganz oder teilweise ausgelöscht wurden.
Ein Friedhof. Eine Art begehbarer Atlas des Grauens und des Bösen. – Abgründe.

Dem Herrn die Wege zu bereiten und auf Sein Kommen zu vertrauen angesichts unserer subtilen, unsichtbaren Grenzziehungen, das ist das eine. Etwas ganz anderes scheint es, angesichts dieser Abgründe menschlicher Geschichte darauf zu vertrauen, dass der Herr tatsächlich kommt, dass Er in dieser Welt präsent sein will, dass Er uns gegenwärtig ist.

Doch als europäischer Christ – als Mönch – im Heiligen Land, in Israel und Palästina, tue ich genau das. Versuche es zumindest. Die Geschichte der Menschen hat in diesem Land so manche Abgründe hinterlassen und damit Wege zerstört. Die Abgründe des Shoa sind da von beispiellosem Ausmaß. Aber nicht die einzigen.
Wenn Gott, der Herr, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, sich gerade dieses Land ausgesucht hat, um als Mensch geboren zu werden, dann sagt das auch etwas darüber aus, wie wir Mensch sein, Mensch werden sollen…

Es gibt keinen Abgrund, in den Er sich in Seiner Liebe nicht hinabbeugen würde. Ihm ist kein Weg zu weit, zu abschüssig, zu mühsam. Bis in den Tod und die tiefste Einsamkeit. – In unseren Abgründen können wir womöglich keine Wege mehr bereiten. Wir können uns nur noch von Ihm an der Hand nehmen und führen lassen.

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