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Aktuelles aus dem Blog


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Das Fest der Lebenden und der Toten

Den Titel habe ich zwar geklaut, aber er passt. Wer wissen will, woher kann z.B. hier nachschauen.
Allerseelen. Der Gedenktag an und für alle Verstorbenen. Das kann ziemlich trostlos sein oder eine Trockenübung. Ich habe es bei uns heute aber nicht so erlebt.
Kreuz auf dem Friedhof der Dormitio. Auch wenn man Sonntag für Sonntag und an den Feiertagen das Credo spricht ...am dritten Tage auferstanden von den Toten... ...Auferstehung der Toten und das ewige Leben..., wenn man dann einmal mehr bewusst auf dem Friedhof steht, auf dem man womöglich selbst einmal begraben wird, dann klingt das alles anders.
Als der Abt heute früh die Namen der verstorbenen Mönche der Dormitio verlesen hat, angefangen bei denen, von denen ich kaum die Namen kenne, bis zu denen, die ich selbst schon auf ihrem letzten Weg zu unserem kleinen Friedhof begleitet habe, hat mich das geerdet. Und zugleich den Blick nach oben gelenkt.
Auferstehung der Toten und das ewige Leben – Das war weder trostlos noch eine Trockenübung. Das war einfach real und normal, richtig und wahr.

Die Liturgie dieses Allerseelentages, sie ist wahrhaft ein Fest der Lebenden und der Toten.

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Ein weiteres Dach wird gegossen

Nun ist das Dach des Westflügels heute in Beton gegossen worden. Sicherlich sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, etwas verwundert. Holz ist hier im Land erstens sehr teuer, weil es vielfach eingeführt werden muss. Zum anderen bietet ein solches Betondach den Räumen unterm Dach mehr Isolation. In der Dachverschalung liegen auch die Leerrohre für die Technischen Leitungen, die später eingezogen werden.
Und auch im Innern des Klosters tut sich was: Eine Naßzelle in der Klausur wird als Muster für die weiteren eingebaut.

Draußen ist es jetzt merklich kühler geworden, und die Arbeiter sind wie wir darüber ganz froh: So ist das Schaffen nicht mehr so kraftraubend.

Das Dach des Westflügels mit Kirche, Atrium und altem Kloster.

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Ein Neuanfang?

Eigentlich habe ich noch andere Dinge auf meiner To-Do-Liste stehen. Aber immer wieder verlasse ich mein Office-Programm und klicke mich durch die verschiedenen online-Zeitungen und verfolge die Ereignisse hier rund um uns herum. Seit einer Stunde kreisen auch wieder die Hubschrauber über der Stadt. Das mag noch nichts bedeuten außer erhöhter Wachsamkeit der Sicherheitskräfte, und die ist zunächst einmal verständlich.

Die Hügel des Heiligen Landes. Mehr bewegen mich aber die Bilder von Gilad Schalit und den 477 für uns namenlosen palästinensischen Gefangenen: 956 Füße, die in die Freiheit gehen. Zum Teil nach einigen Jahrzehnten der Haft. – Wohin werden sie ihre Wege fortsetzen?

Dieser Tag im Heiligen Land scheint einmal mehr auf dem Krater des Vulkans zu tanzen. Was in den Familien vorgeht, die mit ansehen müssen, wie die Mörder ihrer Väter und Töchter, ihrer Söhne und Mütter freigelassen werden, können wir uns wohl nicht vorstellen. Wie sich Terroristen fühlen, die zu lebenslanger Haft verurteilt waren und nun entlassen werden und von einer jubelnden Menge empfangen werden, das will ich mir gar nicht vorstellen... Die Möglichkeit der Katastrophe liegt in der Luft.

Aber: Liegt in diesem Tag nicht auch die Chance für einen Neuanfang? Werden die Beteiligten erkennen und annehmen, wieviel Vertrauen sie auch einander entgegenbringen in diesen Stunden? Werden diese 956 Füße, die in diesen Momenten den Boden ihrer Heimatdörfer und Elternhäuser betreten, und die 478 Münder und 956 Ohren, die dazu gehören, und die 478 Herzen, die sich nun so freuen – werden sie zu Botschaftern des Friedens und der Versöhnung?

Ich zumindest wünsche es mir. Heute.

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Weil Gottes Humor größer ist...

Als Mönch werde ich wohl kaum abstreiten, dass der Gottesdienst eine wichtige Angelegenheit ist, die man (nicht nur) im Kloster durchaus ernst nehmen sollte.
Als Mönch weiß ich aber auch, dass man sich selbst dabei nie zu ernst und zu wichtig nehmen sollte. Und da helfen manchmal kleine Ereignisse, um einen daran zu erinnern ...

So geschehen heute morgen, als wir die Messe am Fest des Evangelisten Lukas gefeiert haben, mit Weihrauch und allem, was dazu gehört. Wir waren schon beim Schlussgebet angekommen, als der Lärm im Flur vor der Kirche immer lauter wurde. Dass unser äthiopischer Putz-Mann während der Messe da draußen putzt, ist nichts Neues. Doch als er dann mit seinem Eimer und dem Schrubber in die Kirche kam, nahm das Ganze seinen Lauf:
Anders als manch einer seiner Kollegen, die auch schon mal vor den Stufen des Kirchenportals beten, zeigte er sich vollkommen unbeeindruckt davon, dass wir noch im Altarraum versammelt waren. Er hatte seine Arbeit zu tun - und tat sie. Griff während des Schluss-Segens immer wieder in seinen Eimer und warf eine Hand voll Wasser auf den Boden im Eingangsbereich: Im Namen des Vaters – schlupps – und des Sohnes – schluppps – und des Heiligen Geistes – schlupppppps – Amen – schlupppsschluppps.

Auch eine Form von Segen, oder!?

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Ein kleines Richtfest

Heute war für uns ein besonderer Tag! Wir konnten in Freude und Dankbarkeit das Baustellen-Fest feiern. Der Rohbau des neuen Klosters ist nun außer dem Kapitelsaal fertig.
Das Richtbäumchen auf dem Westgiebel des Zellentraktes, befestigt am Kreuz der Bauarbeiter. Bisher verlief alles soweit unfallfrei und planmäßig. Die Architekten Alois Peitz und Hubertus Hillinger aus Trier, die fleißigen Handwerker mit Bauleiter Khalil sind auch erfreut über ihr gelungenes vollendetes Werk.
Ein Chor, auch aus Trier, der z. Zt. eine Pilgerfahrt macht, umrahmte mit Gesang das Fest. Abt Gregory und Pater Prior ließen sich es nicht nehmen, dabei zu sein. Und wir freuten uns. Von der alten Brüderbesatzung von vor 10 Jahren waren Bruder Josef und Pater Elias da.
Wir danken, Ihnen liebe Leser, heute ganz besonders herzlich für Ihr Interesse am Verlauf des Klosterbaues. Beim Kreuz auf dem Giebel des Klosters wehen im Winde auf dem errichteten Bäumchen Girlanden. Wir bauen nun weiter unter dem Schutz des Kreuzes. Gott segne Sie alle und Vegelts Gott fürs begleitende Gebet!

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Kurz vor dem Richtfest

Der Rohbau des neuen Klosters ist nun (fast) fertig. So können und dürfen wir nun am kommenden Donnerstag voll Freude und Dankbarkeit Gott danken in der Eucharistiefeier und anschließend das Baustellenfest begehen. Bisher verlief alles soweit gut und unfallfrei. Parallel zum Kreuz auf unserem Kirchengiebel steht nun von den Handwerkern das gefertigte Holzkreuz auf dem Klosterwestgiebel zum Atrium hin. So vergessen wir nicht, wer seine schützende Hand über uns und unsre Baustelle hält.
Danken möchten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für Ihr Interesse am Verlauf des Klosterneubaus und für Ihr begleitendes Gebet, wodurch wir uns getragen fühlen.Gott segne Sie alle und zum nächsten großen Bauabschnitt auch Ihnen weiterhin Gottes Segen und alles Gute.

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Tiefe Einblicke ins monastische Leben

Was für eine Woche!
Erst am vergangenen Sonntag empfing Abt Gregory seine Benediktion, heute versprach P. Zacharias in seiner Ewigen Profess Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam. Und vorletzte Woche erneuerte P. Mark anlässlich des 50jährigen Jubiläums seiner Profess die Gelübde.
Das waren Feste, bei denen, neben den vielen kleinen Sachen im Alltag, im Großen sichtbar wurde, was Mönchsein umfasst und was es bedeutet.
Ich bin dankbar, diese Liturgien hier hautnah miterlebt haben zu dürfen, und so geht es sicherlich vielen von uns. Solche Ereignisse bestärken und erfreuen einen.
Auf in eine neue Uni-Woche!

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Wann ist ein Mönch ein Mönch?

Wann ist ein Mann ein Mann? fragte Herbert Grönemeyer vor etlichen Jahren in einem seiner legendären Lieder. – Und er zählt viele Eigenschaften auf, die einen Mann zum Mann machen (können/könnten/sollten...).

Kloster-Feste

Außer der Vielzahl der Namenstage, die wir in diesen Tagen mit verschiedenen Brüdern feiern können und zusätzlich zur Abtsbenediktion am Sonntag gab es aber gestern ein weiteres echtes Kloster-Fest: das Goldene Profess-Jubiläum von Pater Mark. Und ein solcher Tag lässt durchaus fragen: Wann ist ein Mönch ein Mönch?
Man könnte da verschiedene Eigenschaften und Voraussetzungen aufzählen. Man kann es vielleicht auch in einem oder zwei Worten sagen.
Die klösterliche Tradition hat aber eine sehr einfache und handgreifliche Antwort gefunden: den Altersstab. – Als Zeichen der Würde und Weisheit des Alters und der Treue im klösterlichen Leben bekommen einen solchen eben die Goldjubilare. So geschehen auch gestern im Falle von Pater Mark, der in der Abendmesse seine Professversprechen feierlich erneuert und das Suscipe gesungen hat und danach von Vater Abt seinen Altersstab überreicht bekam.

Wir haben uns gestern aber die Freiheit genommen, weitere Altersstäbe zu verteilen:

  • Einen an Pater Hieronymus (der zwar schon mal einen hatte, den aber keiner findet...) und einen an Pater Vinzenz. Das ist fraglos, denn beide sind schon viel länger im Kloster und im Heiligen Land als die meisten von uns anderen überhaupt auf der Welt sind.
  • Einen weiteren hat Abt Gregory an Bruder Thomas übergeben, der zwar erst spät ins Kloster eingetreten ist, dies aber in einem entscheidenden Moment, aus dem heraus er ein Bindeglied zwischen der richtig alten Mönchsgeneration und unserer heutigen wurde.
  • Einen vierten Extra-Stab gab es für Pater Zacharias, mit dem wir uns zwar in diesen Tagen auf seine Feierliche Profess vorbereiten, der aber seinerseits schon einen langen geistlichen Weg zurückgelegt hat, wovon insbesondere die Brüder in Tabgha profitieren.

Fünf neue Altväter

Wir haben nun also wieder fünf echte Altväter. Fünf auf je ihre Weise erfahrene und weise gewordenen und erprobte Mönche, zu denen wir Jüngeren aufschauen können...

Wann ist ein Mönch ein Mönch? – Wenn er seinen Altersstab hat? Nein, das wäre wohl zu einfach. Aber die fünf zeigen uns Kleinen, dass jeder seine Antwort vor dem Angesicht Gottes und im Kreise seiner Brüder geben muss und kann!

Ich persönlich bin dankbar um jeden einzelnen von ihnen und wiederhole gerne den Wunsch, mit dem Abt Gregory jeweils die fünf Stäbe überreicht hat: Ad multos annos!

Unsere „neuen Altväter”...

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"Habemus senioras!" und "Schanah towah!"

Mehrere Wochen sind vergangen: Das Leben hier geht weiter, die ersten Vorlesungen in den theologischen Kernfächern (Dogmatik, AT) haben begonnen, die Davidsstadt ist teilweise erkundet und in der Stadt finden wir uns immer besser zurecht. Und auch unseren ersten Sandsturm haben wir gestern erlebt...

Ob es an der Höhenluft und der Sonne liegt, dass Müdigkeit ein weit verbreitetes Phänomen ist?

Auf unserer ersten Vollversammlung haben wir unsere Senioren gewählt – es sind zwei Seniorae geworden.
Heute haben wir frei, denn es ist jüdisches Neujahr, Rosch ha-Schanah, welches wir gestern in den Vorabendgottesdiensten in verschiedenen Synagogen mitfeierten. Allen ein „Gutes Jahr!“- „Schanah towah“.

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Hello

Hello!
I am Peter Blattner, one of the new Tabgha volunteers for the 2011-2012 year, and I will be trying to keep you all up to date on some of the exciting things happening in Tabgha and the Begegungstatte. It has been hard to say goodbye to the volunteers from last year, who taught me an incredible amount about Tabgha, the people who live and work here, and the guests who stay with us. They demonstrated the deep connection that is formed by working in such a fascinating and important place, and I can only hope that I will be able to bring as much to Tabgha as they did.
At the moment, we are hosting a summer camp from the Palestinian Medical Relief Society. One of the first things you should know about this group is that there were only two adults with the group. The children with the group are actually volunteers, and they do an incredible job helping to care for the handicapped members. Seeing young individuals take on such responsibility, and really rise to the challenge, is amazing. Us with the children We were given the opportunity (Paul let us take the afternoon off) to spend most of the afternoon and evening swimming in the pool, eating, and even having a dance party with the group, and it was hard to see them go.
The following group to arrive in Tabgha is also someone familiar to the place. Akram Ali Okkah will be arriving with his group for the physically disabled, and it was great to see him again. Akram’s program emphasizes the importance of physical activity (he is also the head of the Palestinian Paralympics Committee) and integration with the surrounding communities. These words took on a lot more meaning when the delighted volunteers heard that the group would like to spend the morning working alongside as we clean up the pool!

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